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13.01.2016 Von: Karin Steiner

Zürich Nord

Nächtliche Teilsperrung im MFO-Park


Eine Tafel weist auf die nächtliche Schliessung hin. Foto: zvg.

Lärm, Radau und jede Menge Abfall – der nächtliche Betrieb im Oerliker MFO-Park sorgt immer wieder für rote Köpfe. Jetzt hat die Stadt reagiert und die oberen Parketagen teilweise geschlossen. Zwei Gemeinderäten geht das zu weit.

«Trotz verschiedener Massnahmen konnte der Lärmpegel während der Nachtruhe nicht auf ein verträgliches Niveau gesenkt werden», steht auf einem grossen Plakat im MFO-Park geschrieben. «Daher schliessen wir die oberen Parketagen in den Wochenenden.»

Den beiden GLP-Gemeinderäten Markus Merki und Sven Sobernheim geht diese Massnahme zu weit. Ihrer Meinung nach werden die Bedürfnisse falsch gewichtet. «Denn der Park ist zur gleichen Zeit entstanden wie die Wohnhäuser. Die Anwohnenden konnten davon ausgehen, dass der Park beliebt sein wird», sagt Sven Sobernheim. «Wir finden, dass hier das Bedürfnis für Freiräume höher zu gewichten ist.» In einer schriftlichen Anfrage an den Stadtrat wollen sie wissen, wie dieser die Situation im MFO-Park und in den anderen Parks in Neu-Oerlikon im Speziellen und in Parks auf Stadtgebiet im Allgemeinen beurteilt. Es interessiert sie ausserdem, für welche Zielgruppe solche Parks geschaffen wurden und ob Jugendliche, die Freiräume suchen, nicht auch dazugehören.

Eine alte Problematik
Die Lärm- und Abfallproblematik im MFO-Park ist ein altes Thema und hat nebst den unmittelbar Betroffenen verschiedene städtische Ämter, die Polizei und auch den Quartierverein Oerlikon immer wieder beschäftigt. «Verschiedene Massnahmen wurden schon in die Wege geleitet, in Absprache mit den direkt Betroffenen und dem Quartierverein, leider ohne durchschlagenden und anhaltenden Erfolg», sagt Christian Relly, Präsident des Quartiervereins. «Obwohl ich selbst mir davon nicht allzu viel versprach, scheint die Wirkung der nächtlichen Schliessung an den Wochenenden tatsächlich erfreulich – noch kann man allerdings erst auf eine kurze Erfahrungszeit zurückblicken, und die Situation könnte sich wieder ändern, sobald das Wetter wärmer wird. Für mich ist ganz klar: Wenn die positive Wirkung anhält, ist das Ruhebedürfnis der Nachbarschaft gegenüber dem ‹öffentlichen Interesse auf die nächtliche Zugänglichkeit der oberen Plattformen› stärker zu gewichten.»



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