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06.07.2016 Von: Pia Meier

Zürich Nord

Rheinmetall Air Defence in Oerlikon: Zieht sie weg, oder bleibt sie?


Die Stadt Zürich wünscht hier nach wie vor Industrienutzung. Foto: pm.

Die Rheinmetall Air Defence (RAD) zieht mittelfristig einen Wegzug aus Oerlikon in Betracht. Gründe dafür sind die ungünstigen strukturellen Gegebenheiten sowie mögliche Konflikte zwischen Produktion und geplantem Wohnen. Doch auch ein Verbleib ist nicht ausgeschlossen.

Es ist ruhig geworden um die Rheinmetall Air Defence in Oerlikon. Viele fragen sich, ob ein Wegzug der Firma überhaupt noch zur Diskussion steht oder ob alles beim Alten bleibt. Auf Anfrage teilt die Unternehmensleitung in Düsseldorf mit: «Die Aussagen in unserer Medienmitteilung vom 23. Januar 2013 haben grundsätzlich unverändert Gültigkeit. Die Option einer mittelfristigen Standortverlagerung spielt nach wie vor eine Rolle in unseren Überlegungen.» In der Mitteilung von 2013 hatte das Unternehmen festgehalten, dass es die Situation in Oerlikon gründlich analysiert habe und wegen den ungünstigen strukturellen Gegebenheiten auf dem heutigen Areal zum Schluss gekommen ist, den Standort wechseln zu müssen. Das Unternehmen befürchtete auch zu viele Schnittstellen und Konflikte zwischen Produktion und geplantem Wohnen. «Gesucht wird ein passendes Areal im näheren Umfeld des heutigen Standorts. Wir brauchen moderne, umweltgerechte und ergonomische Arbeitsplätze und effiziente Abläufe.» Trotzdem hält das Unternehmen fest, dass es in den Standort Schweiz und in die eigene Zukunft investieren will.

Fertigstellung 2020
Die etwas vage Ausdrucksweise des Unternehmens, «spielt eine Rolle», lässt darauf schliessen, dass auch andere Optionen in Betracht gezogen werden. Das heisst, dass eventuell auch ein Verbleib auf dem Areal unter gewissen Bedingungen infrage kommt.

Mobimo und Hochtief Development AG haben mit der Rheinmetall Air Defence einen Vertrag zur Entwicklung für das über 53 000 Quadratmeter grosse Gelände unterzeichnet. Auf der Homepage von Mobimo ist unter Entwicklungsarealen die Rheinmetall aufgeführt. Bis 2020 soll die Fertigstellung des Areals erreicht sein, wird dort festgehalten. Als Nutzung sind High-Tech-Industrie, Büro, Gewerbe, Wohnen, Gastro und Retail aufgeführt. Unter High-Tech-Industrie könnte man sich Teile der Rheinmetall vorstellen. Die Mobimo rechnet mit einem Anlagevolumen von ungefähr 500 Millionen Schweizer Franken.

Auch das Quartier kann sich gemischte Nutzungen mit Gewerbe, Wohnen und Restaurants in dem Gebiet vorstellen, wie bereits festgehalten wurde, als die Rheinmetall Air Defence den Wegzug ankündigte.

Industrieareale erhalten
Der Stadtrat hingegen will die letzten Industrieareale auf Stadtgebiet für industriell-gewerbliche Nutzungen reservieren. Dies wurde kürzlich in der Debatte zur revidierten Bau- und Zonenordnung (BZO) festgehalten. Dies gilt auch für das Areal der Rheinmetall Air Defence.



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