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19.01.2017 Von: Oliver Linow

Küsnachter Amtlich

Der verlorene Sohn kehrt zurück


Lelio versucht den neu eingetroffenen Nicolo von seiner Mutter Serena fernzuhalten. Foto: Oliver Linow

Tod, Verstossung und Geldgier: Die Erlibacher Volksbühne befasst sich in ihrem neuen Stück mit einem Familiendrama in Venedig.

Serena (Johanna Vogt) ist im neuen Stück der Erlibacher Volksbühne, «Maskerade in Venedig», wahrlich nicht zu beneiden. Vor zwanzig Jahren musste sie ihren unehelichen Sohn Nicolo (Marc Tentor) Zieheltern übergeben. Der Junge war eine Schande für die reichen Cavalcantis. Der Vater des Kindes verliess die Stadt und wurde vermutlich ermordet. Ihr Vater zwang Serena anschliessend zur Heirat mit dem Kaufmann Ricardo Morone. Nach wenigen Jahren Ehe verstarb er und liess Serena als reiche Witwe zurück. Seither lebt sie im Badehause des Sestiere Santa Croce in Venedig. Dort versteckt sie sich vor ihrem Schwager Eduardo (Hans-Ueli Rothenbühler), der Serena heiraten und ihr Vermögen abgreifen will.

Gondel fährt durch Zuschauerraum 
Eines Tages taucht ein Fremder im Sestiere auf, der seine Mutter sucht. Tatsächlich handelt es sich dabei um Serenas verloren geglaubten Sohn Nicolo. Seine Suche gestaltet sich aber schwierig. Denn auch Eduardo hat von ihm erfahren. Zusammen mit seinem Sohn Lelio (Tim Buzzi) versucht er alles, um ein Wiedersehen zu verhindern. Lelio schreckt dabei auch vor Gewalt nicht zurück ... 
Trotz kleiner Rolle fällt Umberto Grimani (Kaspar Blaser) besonders auf. Mit viel Schalk spielt er einen genussfreudigen Patrizier, der unter der Fuchtel seiner Frau Crispina (Nelly Vonrufs) steht. Immer wieder versucht er ihren strengen Augen zu entwischen und auf dem Markt oder bei den Damen des Badehauses etwas Süsses abzusahnen. Hervorzuheben ist auch die schönen Kulisse. Sogar eine Gondel bahnt sich ihren Weg durch die Zuschauer.

Am Nonverbalen gearbeitet
«Es ist noch nicht alles perfekt, aber es kommt immer besser», gibt sich Regisseurin Nathalie Portmann nach der vorletzten Probe zuversichtlich. Sie müsse vor allem mit den Kindern noch üben, weil diese an den Abendproben nicht immer waren. Besonders herausgefordert hat es sie, ihre Schauspieler dazu zu bringen, sich mehr nonverbal auszudrücken. «Mit Körperhaltung kann ein Darsteller viel mehr aussagen als mit Worten.» Im nächsten Jahr würde es Portmann deshalb reizen, ein Stück auszuarbeiten, das den Fokus noch mehr auf die nonverbale Kommunikation legt.



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