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25.01.2017
Zürich West

Schüler entdecken die Berufswelt im Kreis 3


Rebhügel-Schüler Massimo weiss dank Thomas Andermatt nun, wie eine Kolbenmaschine funktioniert. Foto: np.

Einen Vormittag lang haben Schülerinnen und Schüler des Kreises 3 Berufe im Quartier kennen gelernt. Ein Einblick in den diesjährigen «Stiftimorgen».

Nuria Peón

Rund 120 Sekundarschülerinnen und -schüler der Schule Aemtler B und erstmals auch des Schulhauses Rebhügel konnten vergangene Woche einen Einblick in 20 Betriebe des Quartiers bekommen.

Der sogenannte «Stiftimorgen» wird gemeinsam vom Verein Gewerbe Zürich 3 und den Schulen organisiert und hat nun zum dritten Mal stattgefunden. Alle Unternehmen, die an diesem Morgen ihre Türen für die Schülerinnen und Schüler öffnen, sind Mitglieder des Vereins. Ziel des Vormittages ist, die Begeisterung der jungen Generation für eine Lehre zu wecken – wobei beim diesjährigen Anlass die kurzen Lehren, beispielsweise im Verkauf, speziell vorgestellt wurden.
Aufwändig, aber nützlich

«Dieser Morgen ist mit einem grossen Aufwand für die Unternehmen verbunden», erklärt Markus Böniger, Vorstandsmitglied des Vereins Gewerbe Zürich 3. Denn die 20 Mitglieder des Vereins stellen ihr Personal und ihre Räumlichkeiten zur Verfügung, um einen realistischen Einblick in die Berufswelt zu geben. Um allfällige Ängste der Schülerinnen und Schüler abzubauen und Fragen zu beantworten, ist ebenfalls je ein Lernender in Ausbildung vor Ort. Während knapp zwei Stunden besuchen am «Stiftimorgen» zwei Schülergruppen die Gewerbebetriebe. Darunter befinden sich auch einige, die sich nicht für diesen Beruf interessieren. Grund dafür ist, dass die Schulen die Einteilungen vornehmen. Obwohl die Schüler Präferenzen angeben konnten und die Schulen diese bestmöglich zu berücksichtigen versuchten, ist es unmöglich, alle rund 120 Wünsche zu erfüllen.

Zum ersten Mal wurde heuer der Schnuppervormittag schulkreisübergreifend durchgeführt. Bis anhin nahm jeweils nur die Schule Aemtler B (Schulkreis Limmattal) teil, die gemeinsam mit dem Gewerbeverein Zürich 3 diesen Morgen erfunden hat. Nun war erstmals auch die Schule Rebhügel (Schulkreis Uto) dabei. Die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler seien mitten im Berufswahlprozess, diese «Stiftimorgen» würden ihnen bei der Orientierung weiterhelfen, erklärt Clemens Pachlatko, Schulleiter des Aemtler B. Nebst den Berufen würden sie zudem den Kreis 3 in dieser Hinsicht besser kennen lernen: «Es ist vielen gar nicht bewusst, wie viele Angebote es im Quartier gibt», fügt er hinzu.

Theorie und Praxis

Die Schülerinnen und Schüler konnten beispielsweise in der Bäckerei Buchmann gemeinsam mit dem operativen Leiter Thomas Andermatt einen Kaffee an der Kolbenmaschine rauslassen und den Verkäuferberuf besser kennen lernen. In der Schreinerei M. Kessler war es wiederum möglich, einen Einblick in die Produktion zu werfen. «Ich kenne sonst nur das Endergebnis, jetzt weiss ich auch, wie es hergestellt wird», erzählt die 14-jährige Florentina. Es sei zwar nicht ein Beruf, den sie ausüben würde, aber spannend fände sie es trotzdem.

Reto Menzi, Geschäftsführer der Garage Autoport, erklärte den Anwesenden anhand eines Modells zuerst, wie ein Motor funktioniert: «Erst wenn Sie das verstanden haben, dürfen Sie sich in der Werkstatt die Hände schmutzig machen.» Für Menzi sei es wichtig, Quartierbewohnende zu beschäftigen, deshalb mache er an solchen Anlässen mit. Auch die Schülerinnen und Schüler schätzen den Quartierbezug, wie sie selber schildern: «Ein kurzer Arbeitsweg ist wichtig.»



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