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01.02.2017
Zürich West

Ein neuer Country-Stern aus dem Quartier


Die Cloudsilver-Band mit Sänger Benjamin Styger heizte im «Albisgüetli» so richtig ein. Foto: tsp.

Die Newcomer-Band Cloudsilver mit Lead-Sänger und Gitarrist Benjamin Styger hatte ihre Feuertaufe am Country-Festival mit Bravour bestanden – weitere Engagements am längsten Festival der Welt sind ihr so gut wie sicher.

Toni Spitale

Für den in Wiedikon aufgewachsenen Benjamin Styger, den ehemaligen Tele-Züri-Journalisten und heutigen Besitzer eines Hotels im Triemli, war es ein Heimspiel, das von Beginn an unter einem guten Stern stand. Bereits nach den ersten Takten im vollbesetzten Saal zollte das Publikum seiner Band begeistert Beifall. Und auch Programmchef Albi Matter zeigte sich zufrieden: Normalerweise setze er auf bewährte Namen, die schon früher einmal am Country-Festival aufgetreten seien. Ganz nach dem Motto: «Biete dem Publikum das, was es hören will.» In diesem Fall habe er im Vorfeld ganz genau hingehört und die Band-Videos auf YouTube mehrere Male angeschaut. Doch einen Misserfolg habe er von Anfang an ausschliessen können: «Benny ist schliesslich stadtbekannt und hat eine grosse Anhängerschaft.» Diese folgte ihm am vergangenen Sonntagmorgen ins Schützenhaus Albisgüetli, was auch den Gastgeber Georg Tännler freute, der gleichzeitig mit Bekannten seinen Geburtstag feierte.

Das Publikum mitgerissen

Die sechsköpfige Cloudsilver-Band gibt es in der aktuellen Formation erst seit zwei Jahren. Im April 2016 konnte sie sich gegen ihre Konkurrenten behaupten und gewann den Bonanza Country Award. «Wir sind an der Preisverleihung fast in Ohnmacht gefallen», erinnerte sich Styger. Der Absolvent der Zürcher Jazzschule bewegte sich am Auftritt im Albisgüetli nicht nur gesanglich auf sicherem Parkett, sondern gewann auch als versierter Entertainer die Herzen des Publikums. Rührend war jener Moment, als er seine dreijährige Tochter Sophie auf den Arm nahm und ihr den Song «If tomorrow never comes» widmete. Manch einer Zuhörerin kullerte dabei eine Träne über die Wange.

Je länger der Morgen dauerte, desto besser wurde die Stimmung. Styger verstand es, das Publikum mitzureissen – auch mit Titeln, die von der Country-Schiene etwas abschweiften. Die übrigen Band-Mitglieder überzeugten mit solidem Handwerk, in bleibender Erinnerung dürfte vielen das Gesang-Solo der Gitarristin Andrea Benz bleiben. Das von ihr vorgetragene «Bye bye love» war schlichtweg eine Wucht.

«Nie jemanden heimgeschickt»

«Es gefällt uns sehr, sie machen gute Musik», war sich die dreiköpfige Familie Bürgi aus Uster einig. Sowohl der Vater Felix wie die Mutter Franziska sowie der 7-jährige Sohn Andrin reisten in standesgemässer Western-Bekleidung an. Jedes Jahr würden sie mindestens einmal an ein Brunch- und zweimal an Abendkonzert kommen. Das 33. Austragung des Country-Festivals dauert noch bis 19. März. Obwohl der Vorverkauf sehr gut angelaufen sei, gebe es für die meisten Konzerte noch Tickets. «Auch an der Abendkasse», wie Albi Matter versichert. «Wir haben in all den Jahren für Kurzentschlossene noch immer einen Platz finden können und mussten nie jemanden nach Hause schicken.»



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