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15.02.2017 Von: Lorenz Steinmann

Zürich 2


Ein Multimilliardär investiert in Adliswil. Foto: ls.

Adliswils Finanzvorsteher Farid Zeroual bestätigt den gestaffelten Auszug der Swiss Re und den Verkauf der riesigen Liegenschaften an die eigens gegründete Immobiliengesellschaft Loreda Real Estate GmbH. Recherchen zeigen: Dahinter steht Multimilliardär Hansjörg Wyss.

Dass die 2300 Mitarbeiter des weltweit zweitgrössten Rückversicherungsunternehmens Swiss Re ins Enge-Quartier zügeln, war schon länger bekannt. Nicht öffentlich waren der Zeitplan und wer das weitläufige bisherige Firmengelände am Adliswiler Soodring übernehmen wird.
Der Adliswiler Finanzvorsteher Farid Zeroual (CVP) bestätigt nun Recherchen von «Zürich 2». «Wir freuen uns, dass mit der Loreda Real Estate GmbH eine wirtschaftlich und global bestens vernetzte Firma als Investorin auftritt.» So stünden die Chancen sehr gut, dass am Soodring wiederum attraktive Firmen angesiedelt würden. Zeroual: «Dank der guten Verkehrslage und der Nähe der Zurich International School bietet der Soodring viel für neue Firmen.» Dass hinter der Loreda Real Estate GmbH der Multimilliardär Hansjörg Wyss steht, will Farid Zeroual weder bestätigen noch verneinen. «Unser Wording lautet, dass wir lediglich von der Immobilienfirma Loreda sprechen.» Bekannt ist auch noch nicht, welche Mieter nach Adliswil ziehen werden. Tatsache ist laut dem Handelsregister-Eintrag aber, dass es sich beim neuen Besitzer um Hansjörg Wyss handelt. Der gebürtige Berner steht im globalen Ranking von «Forbes» auf dem 123.  Platz und auf der Reichsten-Liste der «Bilanz» an fünfter Stelle – als reichster gebürtiger Schweizer. Sein derzeitiges Vermögen gemäss «Bilanz»: 13,5 Milliarden Franken. Diese riesige Summe kommt zustande, weil der unterdessen 82-jährige ETH-Ingenieur Produkte für die Osteosynthese, also die Behandlung von Knochenbrüchen, entwickelte. Laut einem Artikel in der «Weltwoche» stieg Wyss 1977 mit 400 000 Franken Erspartem als Unternehmer bei der Firma Synthes ein – es war der Anfang eines zwanzig Milliarden schweren Konzerns. Wyss hat sein Aktienpaket 2012 an den US-Multi Johnson  &  Johnson verkauft.

Gestaffelter Auszug
Für Zeroual ist von entscheidender Bedeutung, dass als Käuferin nicht einfach eine der unzähligen Liegenschaftenverwaltungen auftritt. Erleichternd komme hinzu, dass die Swiss Re Adliswil gestaffelt verlasse. «Rund ein Drittel der Mitarbeiter wird ab Herbst 2017 und bis Frühling 2018 ins neue Glasgebäude Swiss Re Next ziehen», so Zeroual. Erst bis etwa 2025 werden die restlichen der total rund 2300 Mitarbeiter nach Zürich zügeln. Bis spätestens dann soll der Nachfolgebau des «Mythenschlosses» fertig sein. Die Verzögerungen resultieren daraus, dass mit Rekursen bis vor Bundesgericht gegen den Bauentscheid zu rechnen ist. Für Zeroual hat so die Kehrseite der Medaille auch Vorteile: «Der Swiss-Re-Exodus wird damit viel erträglicher.»



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