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15.02.2017 Von: Benny Epstein

Zürich 2

Kolumne: Olympia in Zürich 2


Benny Epstein träumt von Olympia 2030 vor der Haustür. (Foto: zvg.)

In der heutigen Kolumne verrät Benny Epstein seine konkreten Pläne für eine Olympia-Kandidatur.

Zugegeben, ich war etwas enttäuscht. Dass das Graubündner Stimmvolk die Kandidatur für die Olympischen Spiele 2026 derart klar abschmettern würde, hätte ich nicht gedacht. 60,1 Prozent lehnten das Projekt ab, darunter klassische Wintersportorte wie Davos, St. Moritz oder Arosa.
Schade, denn auch Zürich hätte ins Konzept eingebunden werden sollen. Und die Olympischen Winterspiele von Graubünden live in Zürich zu sehen – das wäre mal was gewesen. Das Letzigrund-Stadion und der Sechseläutenplatz hätten als Austragungsorte dienen sollen. Eröffnungs- und Schlusszeremonie hätten bei uns stattgefunden. Der Zürcher Stadtrat, der die aktive Unterstützung ablehnte, hätte diese Events bestimmt mit einem feinen Cüpli von der Ehrentribüne aus verfolgt.
Vielleicht war die ablehnende Haltung von Corine Mauch und Co. aber auch ein Glücksfall. Ja, wieso hätten wir denn mit den Steinböcken mitmeckern sollen?! Das können wir doch ganz alleine. Also, wir, damit meine ich die Quartiere der Leserschaft von «Zürich 2».
Jetzt mal im Ernst: Das Skispringen können sich Migros und Coop aufteilen. Die kleine Schanze steht in der Migros Morgental, die grosse im Coop an der Albisstrasse. Zurzeit sind das zwar noch Rolltreppen, aber die Infrastruktur steht bereit. Der Faktor Wind ist wie weggeblasen. Und bei Simon Ammann muss keiner Angst haben, dass er in der Migros in der Fleischauslage respektive im Coop im Kaffee landen würde.
Eiskunstlauf-Wettbewerbe fänden auf dem Tessinerplatz am Bahnhof Enge statt, wo im Winter manch ein Banker in Lackschuhen auf der eisigen Fläche zur Biellmann-Pirouette gezwungen wird, um das Tram noch zu erreichen.
Die Abfahrtstrecke für die alpinen Skifahrer dürfte beim Friedhof Manegg starten. Nachdem bei der alten Endstation des 72ers Spitzentempi von bis zu 128 Stundenkilometern gemessen würden, ginge es aufs Flachstück übers Morgental hin Richtung Zielschuss zum Bahnhof Wollishofen, welches das perfekte Zielgelände wäre, zumal Slalom und Riesenslalom über den Hang an der Staubstrasse führen könnten, der ebenfalls im Bahnhof mündet. Nicht mal Bernhard Russi hätte die Piste besser gebaut.
So kalt wie der aktuelle Winter ist, bin ich zuversichtlich, dass der See dann als Stätte für Eishockey und Curling dienen würde. Und wenn nicht, dann wird halt geschwommen. Bei der Tennisanlage Mythenquai könnte man die Wand mit den Quadraten, wo jene Menschen Tennis spielen, die keine Freunde haben, durch Zielscheiben austauschen. Vier Runden ums Arboretum, ein paar Mal Schiessen an der Tenniswand – das Biathlon-Problem wäre damit auch beseitigt.
Die Snowboardschanze gibts auf der Allmend Brunau bereits. Fehlt nur noch eine Bobbahn. Aber da hat das Einkaufszentrum Sihlcity schon schwierigere Hürden gemeistert.
Klein aber fein, wären sie, die Olympischen Winterspiele in Zürich 2. Wie wäre es mit einer Kandidatur für 2030? Ach ja, sorry, liebe Leimbacher. Um es in Heidi Klums Worten zu sagen: «Heute habe ich leider kein Bild für Dich.»

 

Benny Epstein ist Journalist und lebt in Wollishofen. Wenn man beim Curling nicht putzen müsste, wäre er darin wahrscheinlich richtig gut . Epstein schreibt alle 14 Tage eine Kolumne im Lokalinfo-Blatt «Zürich 2». Seine Meinung muss nicht mit jener der Redaktion übereinstimmen.



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