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16.02.2017 Von: Annina Just

Küsnachter Amtlich

Gewerbler treffen sich zum Lunch und Austausch


Beim Stehlunch bot sich die Möglichkeit zum Austausch unter Gewerbetreibenden. F: Annina Just

Beim Gewerbelunch im Hotel Sonne ging es letzte Woche um die Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt und um das neue Küsnachter Fernwärmenetz. Aber auch das Zentrum war Thema.

«Um unsere Eigenständigkeit und Attraktivität zu wahren, müssen wir uns weiterentwickeln», hielt Markus Ernst (FDP) vor gut 100 Gewerbetreibenden aus Küsnacht fest. Besonders für das Gewerbe sei die Attraktivität des Zentrums überlebenswichtig. Mit diesen Worten rührte der Gemeindepräsident am Donnerstag letzte Woche beim Gewerbelunch noch ein letztes Mal die Werbetrommel für die Zentrums-Abstimmung. Wie nun bekannt ist, hat es nicht geholfen, der Vorlage «Zentrumsentwicklung » zur Annahme zu verhelfen. Gelungen war der Anlass im Hotel Sonne aber trotzdem: Er bot den teilnehmenden Gewerblern zwei interessante Vorträge, einen exquisiten Stehlunch und die Möglichkeit für Diskussionen über die verschiedenen Branchen hinweg.

«Wer möchte darauf verzichten?»
Zuerst war Kaspar Schneider von der Asylorganisation Zürich (AOZ) als Referent an der Reihe. Der Erlenbacher hatte die Absicht, den anwesenden Gewerblern das Potenzial von Flüchtlingen als künftige Arbeitnehmer näherzubringen. Zu diesem Zweck stellte er das AOZ-Programm zur Integrationsbegleitung vor. «Mit diesem Programm bereiten wir Personen, die sehr motiviert sind, auf den Arbeitsmarkt vor», erklärte Schneider. Und fuhr fort: «Wer möchte schon auf so motivierte Mitarbeiter verzichten, gerade in Branchen, in denen sich die Nachwuchssuche schwierig gestaltet?» Das Programm der AOZ beinhaltet eine Potenzialabklärung und die Erstellung eines Berufsprofils, gefolgt von einem begleiteten, gegenseitigen Kennenlernen von Arbeitnehmern und -gebern. Dieses könne zum Beispiel in Form von einem Schuppereinsatz stattfinden, erklärte Schneider. Kommt es zu einer Anstellung – egal ob im Rahmen einer Berufslehre, einer Hilfsanstellung oder einer vollwertigen Anstellung – steht bis zum Ende der Probezeit ein Job- Coach der AOZ zur Verfügung. «Für das Unternehmen bedeutet eine solche Anstellung neben der Erweiterung des Arbeitsmarktpotenzials auch einen Beitrag zur gesellschaftlichen Integration sowie ein soziales Engagement », unterstrich Schneider die Vorzüge einer Anstellung von aufgenommenen Asylbewerbern.
Von der Asylthematik ging es zum nächsten aktuellen Thema: dem der nachhaltigen Energiegewinnung. «Fossile Energieträger sind heute out», hielt Rolf di Pietro, Geschäftsleiter der Werke am Zürichsee (WAZ), einleitend fest. Doch klar sei auch, dass man noch immer auf Strom, Gas und Öl angewiesen sei, um den Energiebedarf zu decken. Eine zusätzliche – und nachhaltige – Quelle wird in Küsnacht aber bald die Fernwärme sein. Di Pietro gab in seinem Referat einen kurzen Einblick in den Projektstand des Fernwärmenetzes. «Im Moment befindet sich ein riesiges Loch auf der Baustelle. Dort wird der abgesenkte Beckenblock hineinkommen und obendrauf unsere neue Leitzentrale », so der Geschäftsführer der WAZ. Mit dem Fernwärmenetz, das voraussichtlich im Winter 2019 in Betrieb genommen wird, kann Energie aus dem Abwasser gewonnen und in die umliegenden Häuser transportiert werden. «Damit können jährlich rund 1700 Tonnen CO2 eingespart werden, was etwa 550 000 Litern Heizöl entspricht », verdeutlichte di Pietro die Dimensionen.
Nach seinen Ausführungen war es dann Zeit für die Verpflegung, während derer angeregt diskutiert wurde. Bestimmt nicht nur über die Asylund Energiethematik.



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