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22.02.2017 Von: Oliver Linow

Küsnachter, Küsnachter Amtlich

Fünf Kirchgemeinden bestimmen über ihre Zukunft


Einer der grössten Erfolge: Über 400 Leute besuchten an Pfingsten den ersten Regionalgottesdienst. (Foto: Archiv)

Die Zusammenarbeit der fünf reformierten Kirchgemeinden geht weiter. An «Mitmach-Anlässen» können alle Mitglieder ihre Wünsche einbringen.

Über 400 Gläubige besuchten letztes Jahr an Pfingsten den ersten Regionalgottesdienst in Küsnacht. «Als eines der Highlights der Zusammenarbeit» bezeichnet den Anlass Max Heberlein, Präsident der reformierten Kirche Küsnacht. Gemeint ist die Kooperation zwischen den fünf reformierten Kirchengemeinden Herrliberg, Erlenbach, Küsnacht, Zollikon und Zumikon. Sie orientieren sich am Projekt Kirchgemeinde Plus, mit dem die Zusammenarbeit der Reformierten in Zürich verbessert werden soll. Ziel des Kirchenrates ist es, dass Gemeinden fusionieren und sich so die Anzahl verringert.

«Das ist bei uns – jedenfalls aus heutiger Sicht– kein Thema», versichert Heberlein. Neben gemeinsamen Gottesdiensten an Pfingsten, am Reformationssonntag und in den Sommerferien organisieren die Kirchen auch zusammen weitere Anlässe. Im Rahmen von «Essen und Ethik» findet einmal im Monat eine Veranstaltung über gesellschaftliche Themen statt. Hinter diesen Abenden stehen die Küsnachter, die Erlenbacher und die Herrliberger Kirche. «Wenn mehr Leute kommen, lohnt es sich für uns, attraktivere und teurere Referenten einzuladen», erklärt Heberlein.

Mitglieder bringen sich ein

Im März geht es mit der Zusammenarbeit einen Schritt weiter. In sogenannten «Mitmach-Anlässen» sind die Mitglieder der Kirchgemeinden eingeladen, sich in die Zukunftsplanung einzubringen. «Wir möchten herausfinden, ob wir überhaupt die richtigen fünf Gemeinden sind», blickt Heberlein voraus. Ausserdem sollen die Teilnehmer sagen können, was ihnen an der Kirche im eigenen Dorf besonders wichtig ist und wo Aktivitäten zusammengelegt werden sollen. Der Kirchengemeindepräsident nennt zwei Beispiele, wie die Zusammenarbeit in Zukunft intensiviert werden könnte. «Ein Thema ist es, einmal pro Monat in einer Gemeinde einen Profil-Gottesdienst durchführen», erläutert er. Dabei könnte der Fokus auf Jazz- oder Pop-Musik liegen. Heberlein hofft damit, jüngere und vor allem mehr Leute für einen Gang in die Kirche zu motivieren. Bei einem normalen Gottesdienst erscheinen in Küsnacht 60 bis 80 von fast 5000 Mitgliedern. «Das muss uns schon zu denken geben», sagt er. Wie genau die Profil-Gottesdienste aussehen sollen, ist noch unklar.

Auch die intensivere Zusammenarbeit der Kirchensekretariate würde laut Heberlein Sinn ergeben. «Die Arbeit könnte dadurch effizienter und günstiger erledigt werden», ist er überzeugt. Daran, dass die Gottesdienste grundsätzlich wie bisher in den einzelnen Gemeinden stattfinden, soll nicht gerüttelt werden.

Mitmach-Anlässe: 2. März: Erlenbach, 6. März: Zumikon, 8. März Zollikon im Dorf, 14. März: Herrliberg, 15. März: Küsnacht. Die Veranstaltungen starten jeweils um 19 Uhr im Kirchgemeindesaal.



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