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22.02.2017 Von: Lorenz Steinmann

Zürich 2

Spieler entlässt FC Adliswil-Trainer


Stillos in die Wüste geschickt: Der langjährige Trainer des FC Adliswil, Gianfranco Perri. (Foto: zvg.)

Trotz Rang 1 und langer Ungeschlagenheit wurde der Trainer des FC Adliswil Knall auf Fall entlassen. Jetzt spielt er wieder selber Fussball – bei den Senioren des FC Wollishofen.

Eigentlich mag Gianfranco Perri, der Ex-Trainer des FC Adliswil, nicht mehr über die Vorkommnisse reden. Nur so viel: «Ich bin extrem enttäuscht über die Art und Weise der Entlassung», so der Geschasste. Gemäss dem Internetportal Regional-Fussball.ch führten interne Differenzen zur Trennung. Es gab offenbar ein paar wenige unzufriedene Spieler, die beim Vorstand reklamiert hätten. «In einem 26-Mann-Kader gibt es dies wohl in jedem Team», ergänzt Perri. Gründe der Entlassung waren anscheinend ein zu spät organisiertes Trainingslager und Aufstellungsdiskussionen. Dabei gibt der Totomat dem Ex-Trainer nach wie vor recht, wie Christian Constantin vom FC Sion zu sagen pflegt. Erstens kann Perri auf erfolgreiche fünfeinhalb Jahre in Adliswil zurückblicken. Zweitens war die Herbst-Hinrunde die beste halbe Saison des Vereins aller Zeiten. «Ich hatte eine tolle, disziplinierte Truppe, die schon zum Saisonstart richtig bereit war», so Perri gegenüber dem Internetportal.

Dubiose Doppelrolle Spieler/Sportchef
Umso irritierender war dann der Telefonanruf des Sportchefs drei (!) Stunden vor Beginn der Vorbereitung zur Rückrunde. Inhalt des Gesprächs: die sofortige Entlassung wegen «interner Differenzen». Gegenüber «Zürich 2» tönt Perri an, dass die Konstellation mit einem Sportchef, der gleichzeitig auch Spieler der ersten Mannschaft sei, wohl einmalig sei. Die Entlassungsgründe seien fadenscheinig gewesen, nie habe man darüber geredet mit ihm. Mehr will Perri aber nicht sagen. «Ich schaue nun nach vorne, halte mich bei den Senioren des FC Wollishofen fit. Ich warte mal, was die Zukunft bringt.» Er habe schon ein Angebot für eine neue Trainerstelle bekommen und prüfe diese nun.

Ein ehemaliger Serie C-Spieler
Beim FC Adliswil hat inzwischen der bisherige Spieler Mario Giovanni Pischedda (36) das Amt des Trainers übernommen. Gemäss Communiqué des FC Adliswil sei «Gian-Mario» Pischedda letzten Sommer aus Sardinien in die Schweiz gezogen und habe beim FC Adliswil angeklopft. «Als ehemaliger Serie-C-Profispieler hat er sich innert Kürze die Sympathie und den Respekt der Mitspieler im Fanionteam erarbeitet», so der FCA. Bruno Stäubli, der Präsident, war bis Redaktionsschluss nicht erreichbar für eine Stellungnahme über die doch irritierende Trainerentlassung. Die Rückrunde startet Anfang April.



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