Züriberg Zürich 2 Zürich Nord Zürich West Zürich West mit Quartierecho Küsnachter Küsnachter Amtlich
02.03.2017 Von: Annina Just

Küsnachter Amtlich

Ein Kompromiss rettet die Freizeitanlage


Bis Ende 2022 ist das Bestehen der Freizeitanlage in der Schule Heslibach gesichert. Foto: Annina Just

Das «Frezi» bleibt, aber das Betreuungshaus wird nur von der Schule genutzt – so sieht der Kompromiss zwischen Schulgemeinde und Politischer Gemeinde aus. Platzmangel besteht aber weiterhin.

Lange hat man auf die versprochene Einigung gewartet, nun ist sie da: Die Schulgemeinde Küsnacht und die Politische Gemeinde haben einen Kompromiss für die Raumaufteilung in den beiden Liegenschaften Betreuungshaus Dorf und Schule Heslibach gefunden. Damit kann nun der Baustart für das Betreuungshaus an der Oberen Wiltisgasse im April erfolgen – ein Jahr später als geplant.
Gemäss einer gemeinsamen Medienmitteilung verzichtet die Schulgemeinde darauf, die auf Ende 2017 in Aussicht gestellte Kündigung für die Freizeitanlage Heslibach auszusprechen. Diese Zusicherung wird durch eine vorzeitige Vertragsverlängerung bis Ende 2022 untermauert. Felix Peter, Leiter der Freizeitanlage Heslibach, zeigt sich darüber erleichtert: «Wir sind sehr happy. Wir haben viele Leute hinter uns gewusst, konnten aber selber nicht viel machen.» Er glaube, dass die Freizeitanlage ein wichtiges Angebot für die Küsnachter Bevölkerung bereitstelle, und sei daher glücklich, diese weiterhin betreiben zu können. Auch persönlich ist der langjährige Freizeitleiter sehr froh über die nun vorliegende Lösung: «Ich werde genau 2022 pensioniert, daher ist es schön, nicht mehr um meinen Job bangen zu müssen.» Im Gegenzug zum Kündigungsverzicht wird die Politische Gemeinde von ihrem Recht absehen, mit dem Familienzentrum im Erdgeschoss des neuen Betreuungshauses einzuziehen. Dieser Standort war ursprünglich als Übergangslösung vorgesehen – bis die Zentrumsüberbauung fertiggestellt worden wäre.

Alderhaus wird frei 
Mit der Ablehnung des Zentrumsprojekts ist nun aber auch klar, dass der langfristige Standort des Familienzentrums noch unbestimmt ist. Wie Gerhard Fritschi, Vorsteher Gesellschaft, sagt, ist die aktuelle Unterbringung am Tobelweg in Bezug auf die Räumlichkeiten ausgezeichnet, aber es fehlt der Aussenraum. Eine Lösung könnte laut dem SP-Gemeinderat das Alderhaus bieten. Im diesem Haus bergseitig der Gleise an der Oberen Wiltisgasse ist aktuell das «KICK Dorf» – ein Bestandteil des Betreuungsangebots der Schule – untergebracht. Das Haus steht aber im Besitz der Politischen Gemeinde. Ebenfalls Teil des ausgehandelten «Deals» ist es, dass die Räumlichkeiten im Erdgeschoss des Alderhauses nach der Fertigstellung des Neubaus wieder der Politischen Gemeinde zur Verfügung stehen. Fritschi bestätigt, dass das Mietverhältnis zwischen Schulgemeinde und Politischer Gemeinde auf Ende der ersten Schulferien nach Fertigstellung des Betreuungshauses endet. Dies ist voraussichtlicht im Herbst 2018 der Fall, die Bauzeit für das Betreuungshaus soll rund eineinhalb Jahre betragen. 
Doch auch diese Entscheidung hat Folgen für die Raumaufteilung: Wie Schulpräsidentin Danièle Glarner auf Anfrage erklärt, hatte die Schule angedacht, im heutigen «KICK Dorf» künftig einen Kindergarten unterzubringen. Glarner: «Nun werden wir für die Schule Dorf neue Möglichkeiten prüfen müssen.»

Platzmangel im Heslibach
Auch in der Schule Heslibach besteht mit dem eingegangenen Kompromiss weiterhin ein Kapazitätsproblem – sowohl bezüglich Unterrichts- wie auch Betreuungsraum. Dies hätte damit gelöst werden sollen, dass die Schule den Raum der Freizeitanlage für sich beansprucht. «Nun sind wir daran, verschiedene Projekte zur prüfen», so Glarner. 
Wieso es gut ein Jahr gedauert hat, bis diese Einigung zustande gekommen ist, erklärt die Schulpräsidentin folgendermassen: «Es war ein Prozess, der seine Zeit benötigte.» Eine Rolle gespielt habe sicherlich auch der Rhythmus der Schulpflege-Sitzungen. Mit der nun gefundenen Einigung zeigen sich beide Seiten zufrieden. «Das ‹Frezi› ist eine Institution in Küsnacht. Es ist schön, dass diese weiterhin bestehen bleiben kann», meint Fritschi. Wie der Gemeinderat bestätigt, hatte das Weiterbestehen der Freizeitanlage an ihrem bewährten Standort für die Politische Gemeinde klar Priorität. «Das war für uns eigentlich von Beginn an klar», so der Politiker. 
Schulpräsidentin Glarner ist vor allem froh, dass der Baustart des Betreuungshauses nun bald erfolgen kann: «Aufgrund der steigenden Schülerzahlen sind wir darauf angewiesen, dass wir das neue Gebäude sobald wie möglich in Betrieb nehmen können.»



Anzeigen

Galerien

Aktuelle Ausgaben

Züriberg vom 23. März 2017
Zürich 2 vom 23. März 2017
Zürich Nord vom 23. März 2017
Zürich West vom 23. März 2017
Küsnachter vom 23. März 2017
Küsnachter Amtlich vom 23. März 2017
Literaturforum booXkey
Partnerpublikation der Lokalinfo AG
Stadt-Anzeiger Glattfelder Kilchberger