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08.03.2017 Von: Karin Steiner

Zürich Nord

Einsteins Freund und Helfer


Marcel Grossmann, Albert Einstein, Gustav Geissler und Eugen Grossmann (von links) 1899 in Thalwil, wo Grossmann lebte. Foto: zvg.

Mit seiner Relativitätstheorie wurde Albert Einstein weltberühmt. Doch ohne Hilfe seines Freundes Marcel Grossmann wäre es wohl nie dazu gekommen. In einer Biografie erzählt Grossmanns Enkelin Claudia Graf-Grossmann aus dem Leben des Mathematikers.

«Grossmann, Du musst mir helfen, sonst werd’ ich verrückt!» Dieser Hilferuf von Albert Einstein soll an seinen Studienkollegen und Freund Marcel Grossmann gelangt sein, als er bei einem mathematischen Problem nicht mehr weiterwusste. Ohne das Können des Zürcher Mathematik-Professors Grossmann hätte Albert Einstein seine weltberühmte und bis heute unwiderlegte Relativitätstheorie und die Theorie zur Gravitation wohl kaum beweisen und publizieren können. Doch berühmt wurde nur der eine. Dies wollte die Enkelin des Mathematikers, Claudia Graf-Grossmann, ändern, indem sie eine Biografie über ihren Grossvater veröffentlichte. Am 15. März wird diese von der Autorin an einer Lesung im Canto Verde in Höngg präsentiert. In «Marcel Grossmann – Aus Liebe zur Mathematik» schildert sie das Leben ihres Grossvaters detailliert und bildhaft.

Jugend in Budapest
Marcel Grossmann wurde am 9. April 1878 als Sohn Schweizer Eltern in Budapest geboren. Als Jugendlicher zog er mit seinen Eltern zurück in die Schweiz und studierte später am Zürcher Polytechnikum – der späteren ETH – Mathematik und Physik. Zu seinen Studienkollegen gehörte auch Albert Einstein, mit dem ihn eine lebenslange Freundschaft verbinden sollte.

Nach Abschluss des Studiums unterrichtete Grossmann an verschiedenen Kantonsschulen und wurde schliesslich zum Professor an der ETH berufen. Sein Freund Einstein beschäftigte sich inzwischen intensiv mit der Relativitätstheorie, stiess aber bei gewissen mathematischen Fragen an seine Grenzen. Gemeinsam gaben die beiden Wissenschaftler Schriften heraus, unter anderem 1913 den «Entwurf einer verallgemeinerten Relativitätstheorie und einer Theorie der Gravitation».

In ihrer Biografie schildert Claudia Graf-Grossmann auch das Leben des Mathematikers, seine Heirat 1903 mit einer Thalwilerin, die schwierigen Jahre während des Ersten Weltkriegs, seine Erkrankung an Multipler Sklerose und sein früher Tod im Jahr 1936. (kst.)

Mittwoch, 15. März, 20 Uhr, Canto Verde, Limmattalstrasse 178.



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