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15.03.2017 Von: Pia Meier

Zürich Nord

Mehr Schrebergärten in Affoltern


Stadtrat Filippo Leutenegger informierte die Gärtner umfassend. Foto: pm.

Der Familiengartenverein Affoltern beschäftigt sich mit Themen wie neuer Weg für Spaziergänger beim Areal Glaubten, Solidaritätsfonds bei Räumungen und Finanzreglement.

Im Jahr 2020 verliert der Familiengartenverein Affoltern auf dem Areal Glaubten ungefähr 20 bis 25 Aren, das heisst rund 10 Parzellen. Im Gegenzug gewinnt er auf dem Areal Tüfwisen im Jahr 2020 0,55 Hektaren und 2021 0,76 Hektaren auf dem Areal Fronwald. Der Grund für den Verlust beim Areal Glaubten ist der zwischen Obsthaldenstrasse und Rebhüsliweg geplante neue Weg. Er soll im Wäldli geführt werden, damit er so wenig Gärten wie möglich tangiert. Dieser Weg beunruhigt einige Gärtner. Stadtrat Filippo Leutenegger, der vor der Generalversammlung die Gärtner informierte, hielt fest, dass diese in die Planung miteinbezogen würden.

Gesamtstädtischer Solidaritätsfonds
Weiter erläuterte er den geplanten Solidaritätsfonds der städtischen Familiengartenvereine. Grund für einen solchen Fonds sind die zahlreichen Räumungen, die in der Stadt Zürich durchgeführt werden müssen (siehe Kasten). Bis 2021 müssen insgesamt 380 Gartenparzellen geräumt werden. Die Kosten dafür werden auf 1,5 Millionen Franken geschätzt. «Die Finanzierung übersteigt die Möglichkeiten von Gartenpächtern und Vereinen», betonte Leutenegger. Gleichzeitig könne die Stadt die Kosten nicht übernehmen. Es wird deshalb vorgeschlagen, einen Solidaritätsfonds einzurichten, der von allen Gartenpächterinnen und -pächtern gespeist wird. «Grün Stadt Zürich wird sich auch beteiligen», versicherte Leutenegger. Dieser Fonds könnte mit Jahresbeiträgen zwischen 20 und 50 Franken pro Gartenareal gespeist werden. Die Präsidenten der Vereine würden dies zurzeit diskutieren.

Feste und Kurse
Dem Familiengartenverein Affoltern gehören 240 Gärten auf 6 Arealen. Der Verein hat 20 neue Pächter. Drei Gärten sind noch zu haben. Präsidentin Trudi Kohler bedankte sich anlässlich der Generalversammlung bei ihren zahlreichen Helferinnen und Helfern mit Früchtekörben. Der Verein feierte im vergangenen Jahr sein 75-jähriges Bestehen. Der Höhepunkt war das Integrationsgartenfest. Zudem wurde ein Chlaushöck organisiert und ein Baumschnitt- und Kompostierkurs angeboten.

Die Materialhütte, eine Vereinshütte mit Charme, kann auch gemietet werden. Ab 2018 dürfen dort nur noch biologische Mittel verkauft werden. Im vergangenen Jahr musste der Verein keine Einbrüche hinnehmen, nicht zuletzt dank Polizeipatrouillen. Kohler forderte die Familiengärtner auf, ihre Häuser zu versichern.
Für Diskussionen sorgte der Antrag des Vorstandes, das Finanzreglement, welches diverse Vergütungen regelt, aufzuheben. Der Vorstand war der Meinung, dass dieses nicht mehr zeitgemäss sei. Schliesslich lehnten die anwesenden Gärtner den Antrag jedoch ab.

 

Veränderungen Gartenareale

In der Stadt Zürich gibt es 132 ha Kleingartenareale, 35 ha übriges Gartenland, davon 18 ha einzeln verpachtete Kleingärten, 4 ha Gemeinschaftsgärten, 8 ha Kleintierhaltung und 5 ha Siedlungs- und Schülergärten.
Zwischen 2004 und 2015 Verlust von 11,18 ha und ein Gewinn von 1,21 ha. Das gibt gesamthaft einen Verlust von –9,97 ha. 7% der Kleingartenfläche ist verloren gegangen. Versorgung von 3,8 m2 auf 3,2 m2 pro Bewohner gesunken.

Zukünftige Verluste:
• 2018: Verluste Bernerstrasse/Vulkan, Eichrain und Hard

• 2019: Verluste Freilager, Grubenacker. Zuwachs Dunkelhölzli

• 2020: Verluste Glaubten/Althoos. Zuwachs Dunkelhölzli 2. Etappe, Tüfwisen

• 2021: Zuwachs Fronwald
Das ergibt 5,11 Hektaren Zuwachs, gegenüber 8,19 Hektaren Verlust.



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