Züriberg Zürich 2 Zürich Nord Zürich West Zürich West mit Quartierecho Küsnachter Küsnachter Amtlich
16.03.2017 Von: Annina Just

Küsnachter Amtlich

«Unser Verein ist eine Erfolgsgeschichte»


Neuer und alter Präsident: Thomas Mathys (l.) und Jürg Angst. Foto: Annina Just

Mehr Stimmberechtigte als an mancher Gemeindeversammlung: Die GV des Vereins Senioren für Senioren Küsnacht-Erlenbach- Zumikon stiess auf grosses Interesse. Die Teilnehmer stimmten über Rochaden im Vorstand ab.

«Es freut mich besonders, dass heute auch so viele Frauen anwesend sind und unsere Veranstaltung einer Demo vorgezogen haben», eröffnet Präsident Jürg Angst die Veranstaltung mit einer Anspielung auf den Internationalen Frauentag, der an diesem Datum weltweit viele Frauen auf die Strassen lockte. Sage und schreibe 219 Stimmberechtigte fanden am Mittwoch letzte Woche den Weg ins katholische Pfarreizentrum Küsnacht Eingeladen hatte der Verein Senioren für Senioren (SfS) Küsnacht-Zumikon-Erlenbach anlässlich seiner Mitgliederversammlung. Der Verein bezeichnet sich als Selbsthilfeorganisation, seine Kerntätigkeit ist die Koordination von Dienstleistungen für und von Senioren. Im letzten Jahr wurden 16 600 Helferstunden geleistet.

«Kein Rappen Steuergeld gekostet» 
Es war das letzte Mal, dass Angst als Präsident durch die Versammlung führte. Auch wenn er betonte, nach zwölf Jahren sei es höchste Zeit, um zurückzutreten, waren ihm definitiv keine Alterserscheinungen anzumerken. Der Küsnachter trumpfte immer wieder mit charmanten Scherzen auf und verstand es, die Zuhörer und Zuhörerinnen zum Schmunzeln zu bringen. Von Vorstandskollege Peter Thut wurde er dann auch mit grossen Worten geehrt: «Es gibt für mich in Küsnacht (neben vielen andern) zwei herausragende Persönlichkeiten: Das sind der Gemeindepräsident und unser Präsident.» Thut bezeichnete den Verein Senioren für Senioren als eine Erfolgsgeschichte, zu der Jürg Angst und seine Frau Therese Angst wesentlich beigetragen hätten. «Der Verein hat bis jetzt noch keinen Rappen Steuergelder gekostet», strich er hervor. Jürg Angst wird dem Verein noch ein Jahr als Vorstandsmitglied erhalten bleiben. «Danach wechsle ich ins Helferteam, denn ohne SfS kann ich nicht leben », so der scheidende Präsident. Die Liebe zum Verein ist offensichtlich gross, so dankte Angst seiner Frau unter anderem dafür, dass sie schon am Morgentisch mit ihm über den Verein SfS diskutiert. Seinen Nachfolger kündigte er dann ebenfalls euphorisch an: «Thomas Mathys for President! » Mathys müsse man nicht vorstellen, so Angst. Der Erlenbacher ist nämlich bereits im Vorstand für die Finanzen zuständig und den Mitgliedern gut bekannt. «Es ist ein Privileg, einen so gut geführten Verein übernehmen zu dürfen», hielt dieser in seiner kurzen Antrittesrede fest. Von den Anwesenden wurde er in der Folge einstimmig und mit grossem Applaus ins Amt gewählt. Ganz aus dem Vorstand zurück tritt hingegen Marianne Damann. Die Zumikerin war seit 2001 Protokoll-Aktuarin und wurde nun zum Ehrenmitglied ernannt. Nachfolgerin wird Ursula Hedlund, die ebenfalls in Zumikon zu Hause ist.

«Man müsste SfS erfinden» 
Eine Rochade gab es auch beim Amt des Webmasters: Kurt Bolliger gab das «Jöbli» aus gesundheitlichen Gründen ab, sein Nachfolger heisst Nik Grimm. Dieser stellte an der Versammlung die überarbeitete Website vor; sie präsentiert sich bedienerfreundlich und übersichtlich – passend zum technikaffinen Verein, der regelmässig Stammtische mit Informatik- Support organisiert. Zu den weiteren erneut anstehenden und stets beliebten Anlässen gehören die Jassnachmittage, die Chilbihöcks (an den vergangen Höcks waren jeweils 130–180 Personen anwesend) und der Basar-Stand. 
Das Traktandum Jahresrechnung brachte ebenfalls erfreuliche Informationen zu Tage: «Der Ertrag war wieder eine Punktlandung», führt Mathys aus. Insgesamt lagen die Ausgaben aber deutlich tiefer als im Voranschlag vorgesehen, wodurch sich ein Verlust von knapp 1000 Franken anstatt dem budgetierten Minus von 7400 Franken ergab. Dies lag gemäss Mathys daran, dass die Spenden an gemeinnützige Organisationen im vergangenen Jahr nicht so hoch wie geplant umgesetzt wurden. Man wolle dies jedoch im nächsten Jahr nachholen, versprach der Finanzvorstand. Im Voranschlag 2017 ist daher ein Verlust von rund 13 000 Franken budgetiert. «Wir haben beschlossen dass das Vereinsvermögen von gut 110 000 Franken etwas herunterkommen soll. Es bringt ja nichts, wenn wir das Geld anhäufen und nicht einmal Zinsen dafür bekommen», erklärte Mathys diese Planung. 
Die Mitgliederversammlung wurde dann mit einem Gastreferat von Gemeinderätin Susanna Schubiger (GLP) zum Abschluss gebracht. «Als Gesundheitsvorsteherin bin ich sehr froh, dass der Verein Senioren für Senioren bereits erfunden wurde. Ansonsten hätte man dies schleunigst tun müssen», meinte die Nachfolgerin von Martin Bachmann (SVP). Heute sei es nämlich wichtiger denn je, dass gute Rahmenbedingungen geschaffen werden , um möglichst lange Zuhause zu leben.



Anzeigen

Galerien

Aktuelle Ausgaben

Züriberg vom 27. Juli 2017
Zürich 2 vom 27. Juli 2017
Zürich Nord vom 27. Juli 2017
Zürich West vom 27. Juli 2017
Küsnachter vom 27. Juli 2017
Küsnachter Amtlich vom 27. Juli 2017

Sonderzeitungen

Lionstag
Abenteuer Stadt Natur 2017
Lernfestival'16
ZSC
Literaturforum booXkey
Partnerpublikation der Lokalinfo AG
Stadt-Anzeiger Glattfelder Kilchberger