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22.03.2017 Von: Pia Meier

Zürich Nord

Ein Maler und eine Bildhauerin aus Höngg


Die Skulptur «Mutter und Kind II» von Melanie-

Das Ortsmuseum Höngg eröffnet die Saison mit einer Sonderausstellung zum Künstlerpaar Albert und Melanie Rüegg-Leuthold, welches mehr als ein halbes Jahrhundert im Quartier wohnte.

Wer aus purer Neugier das schmale Sackgässlein zwischen den Liegenschaften an Rebbergstrasse 41 und 43 herunterspaziert, wird mit einer wunderbaren Aussicht über die Stadt und das Limmattal belohnt und entdeckt mit einem zufälligen Blick nach rechts vielleicht ganz nebenbei auch zwei Skulpturen. Je nach Jahreszeit sind sie hinter den Büschen im Garten der Rebbergstrasse 43 mehr oder weniger versteckt. Geschaffen wurden sie von der Bildhauerin Melanie Rüegg-Leuthold, die zusammen mit ihrem Ehemann, dem Maler Albert Rüegg, von 1935 bis zu ihrem Tod im Jahre 1997 in diesem Haus wohnte und arbeitete.

Wenig Spuren im Quartier
Abgesehen davon, dass die Rüeggs an verschiedenen Höngger Kunst-Ausstellungen beteiligt waren, haben sie im Quartier wenig Spuren hinterlassen. Dabei fühlten sie sich hier sehr verwurzelt und hätten um keinen Preis an einem anderen Ort leben wollen. Besonders der Maler Albert Rüegg war stolz auf «seine» Aussicht, die ihm auch immer wieder als Bildmotiv diente. Das künstlerische Schaffen und die im Eigenverlag während 20 Jahren herausgegebene Zeitschrift «Kunst und Volk» nahmen die beiden jedoch so stark in Anspruch, dass daneben nicht viel Zeit für gesellschaftliche Engagements blieb. So erstaunt es nicht, dass sich abgesehen von den direkten Nachbarn wenig Hönggerinnen und Höngger an Albert und Melanie Rüegg-Leuthold erinnern.

Das soll sich nun ändern. Die in enger Zusammenarbeit mit der Stiftung Kunstsammlung Albert und Melanie Rüegg entstandene Ausstellung im Ortsmuseum Höngg gibt Einblick in das Schaffen der Bildhauerin Melanie Rüegg-Leuthold und des Malers Albert Rüegg. Kuratiert wird die Ausstellung von Simon Maurer, Leiter des Helmhaus› Zürich und Stiftungsrat der Rüegg Stiftung.

Künstlermonographie
Pünktlich zur Ausstellungseröffnung erscheint auch die Nummer 54 der Ortsgeschichtlichen Mitteilungen – eine Künstlermonographie zum Künstlerpaar Rüegg, das Höngg zu seinem Lebensmittelpunkt machte, aber mit seinem Wirken den Horizont über die Quartiergrenze hinaus auf die Schweizer Kunstlandschaft erweiterte. Die Kunsthistorikerin Yvonne Türler, wohnhaft in Höngg, hat zum Leben und Werk der beiden Künstler ein sehr lesenswertes, reich illustriertes Buch verfasst. Yvonne Türler besuchte die Universitäten Zürich und Berlin. Sie studierte Germanistik, Kunstgeschichte und Literatur. Sie hält an Vernissagen Ansprachen, verfasst Katalogtexte, gestaltet und moderiert Künstlergespräche in Galerien und Ateliers, führt durch Ausstellungen und gibt den «Kunstkontakt» heraus.
Ausstellungs- und Buch-Vernissage ist am Samstag, 25. März, um 17.30 Uhr.

Ortsmuseum Höngg, Vogtsrain 2. 26. März bis 26. November 2017. Öffnungszeiten: So 14–16 Uhr (ausg. Schulferien).



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