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29.03.2017
Zürich West

«Er hinterlässt grosse Fussspuren»


Präsident Ernst Hänzi übergibt die Schlüssel Nachfolger Urs Rauber. Foto: ho.

Mit Standing Ovations verabschiedeten die Mitglieder des Quartiervereins Wiedikon ihren Präsidenten Ernst Hänzi. Nachfolger Urs Rauber will mit Jüngeren die Mitgliederzahl erhöhen. 

Thomas Hoffmann

«Ich war von seinem Tatendrang fasziniert», sagte Christoph Holenstein in seiner Laudatio. Präsident Ernst Hänzi habe den Quartierverein kompetent nach aussen vertreten und zugleich still im Hintergrund gewirkt. «Pflichtbewusstsein stand bei ihm immer an vorderster Stelle, nicht ein Mal hat er an Vorstandssitzungen gefehlt.» 19 Jahre wirkte Hänzi im Vorstand, davon 9 Jahre als Präsident. Letztes Jahr kündigte er an der Generalversammlung für viele überraschend seinen Rücktritt an. «Ich hätte heuer gern noch das 100-JahrJubiläum des Vereins gefeiert», sagte der scheidende Präsident, «aber jetzt muss ich für mich selber schauen.»

Aktuar Holenstein rief die Anlässe in Erinnerung, die Hänzi lanciert hatte: den erfolgreichen Glühweinstand an der Schmiede, der letzten Dezember zum zweiten Mal regen Zuspruch gefunden hat, die Nachmittagsveranstaltungen sowie die Stubete, die viermal jährlich im «Falcone» stattfindet. «Wir danken dir für alles und wünschen dir in erster Linie gute Gesundheit», schloss Holenstein – und die Vereinsmitglieder im Saal erhoben sich für Standing Ovations.

«Dem Quartier etwas zurückgeben»

«Wir haben einen Mann gefunden, der dem Quartier gerecht wird», kündigte Ernst Hänzi seinen Nachfolger Urs Rauber an, «er möchte dem Quartier etwas zurückgeben.» Letztes Jahr hatte man Rauber angefragt, seit zehn Monaten wirkt er im Vorstand mit. «Mittlerweile bin ich auch Zürcher Bürger», sagte der Solothurner, «aber eigentlich wäre ich lieber Wiediker Bürger geworden.» Seit 40 Jahren lebt der Familienvater im Quartier. Er ist pensioniert, hatte 15 Jahre als Redaktor der «NZZ am Sonntag» gearbeitet, davor 14 Jahre beim «Beobachter». Sein Vorgänger möge ein kleiner Mann sein, «aber Ernst Hänzi hinterlässt grosse Fussspuren.» Wie er das Thema Jugend und Quartierverein beurteile, wollte ein Herr wissen. «Wir brauchen mehr mittlere und jüngere Leute», betonte Rauber. Eines seiner Ziele sei, die Mitgliederzahl zu erhöhen. «Das können wir nur mit Jungen erreichen.» Ebenfalls zurückgetreten ist Susanna Gubelmann, die weggezogen ist. Neu in den Vorstand gewählt wurde Ulrike Trinks.
Am 19. August feiert der Quartierverein Wiedikon sein 100-Jahr-Jubiläum. Als Gastredner hat Stadtrat Filippo Leutenegger zugesagt.



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