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29.03.2017 Von: Bastian Bernhard

Züriberg

Quartierverein Hottingen hat nun zwei Präsidenten


Ruth Binde und Ueli Kasser werden für ihre Zeit im Quartierverein mit dem Goldenen Kleeblatt geehrt. Foto: Bastian Bernhard

Es war viel los an der Mitgliederversammlung des Quartierverein Hottingen. Mit Gästen, gleich zwei Ehrungen – für Ruth Binde und Ueli Kasser – und einem kleinen Wahlkrimi sorgte der Verein für etwas Spannung.

Der Platz im Hottingersaal ist kurz vor Beginn fast restlos voll. Dank kurzfristigem Improvisieren in Form von Festbänken kann sich aber fast jeder setzen. 81 Mitglieder sind anwesend. Gründe für so einen Andrang gibt es genug. So beispielsweise der Auftakt von Stadtrat Filippo Leutenegger. Der FDP-Politiker erklärt der Mitgliederversammlung das Bauprojekt der Stadt an der Tramhaltestelle Hottingerplatz. Anschliessend stellt sich Leutenegger den kritischen Fragen der Anwesenden.

Viel Humor ist mit dabei
Quartiervereinspräsident Martin Schmassmann, der seinen Rücktritt per MV 2017 bekannt gegeben hat, arbeitet sich locker durch die Traktandenliste. Viel zu erzählen gibt es eigentlich kaum und visuelle Unterstützung braucht er nicht. Da Finanzchef Ueli Nöthiger krankheitsbedingt ausfällt, übernimmt der Präsident dessen Aufgabe, unterstützt vom Revisor. Mit viel Humor erklärt dieser die trockene Arbeit im Finanzbereich und versichert den Mitgliedern, dass alles richtig sei. Schmassmann hält sich bei den Informationen relativ kurz, die Details liessen sich schliesslich schon im voraus im Jahresbericht lesen.
Auch die Präsidenten der benachbarten Quartiervereine Hirslanden und Riesbach, Marc Vogt und Urs Frei, sind als Gäste anwesend. Der Hirslander Marc Vogt bittet in Hottingen um Beteiligungen beim Gartentag. «Man muss nichts machen, nur den Garten öffnen und vielleicht keinen Hund im Garten haben», erklärt Vogt mit einem Augenzwinkern. Spannend ist die Wahl des Vorstands und des Präsidenten. Wie im Vorfeld angekündigt, gibt es mehrere Rücktritte. Besonders mit der Nachfolge des Präsidiums macht es Schmassmann spannend. Er habe seinen Rücktritt wie verlangt zwei Jahre im Voraus angekündigt. «Es haben sich nach langer Suche auch zwei Interessenten gemeldet», erzählt er. Zu einer Stichwahl komme es aber nicht, fügt er schnell an. Beide Kandidaten hätten nämlich ihre Kandidatur, angesichts des grossen Aufwands als Präsident, zurückgezogen. Die Verwirrung im Publikum brach vollends aus, als Schmassmann sibyllinisch erklärte: «Einer der beiden Interessenten hat dann aber einen Rückzug vom Rückzug gemacht.» Allerdings nicht ohne gewisse Bedingungen daran zu knüpfen. Damit er als künftiger Präsident gut in seine neue Aufgabe wachsen könne, wolle er zunächst für ein Jahr ein Co-Präsidium mit Schmassmann eingehen. «Das ist gar keine schlechte Ausgangssituation», meinte Schmassmann. Er habe ohnehin noch zu viele Projekte in petto und es falle ihm schwer loszulassen. Beim Kandidaten für das Co-Präsidium handelt es sich um Helge van Dyk. Der 50-Jährige sei berufsbedingt abwesend, denn er arbeite zurzeit in Paris als Tontechniker. Mit Van Dyk hat sich der Quartierverein Hottingen eine kleine Berühmtheit geangelt. Bei seiner Arbeit als Tontechniker und Produzent hat er sowohl für nationale als auch internationale Künstler gearbeitet, wie zum Beispiel Patent Ochsner, Dabu Fantastic oder Krokus. Der sichtlich erfreute Schmassmann empfiehlt der Versammlung, für das Co-Präsidium zu stimmen. Auch im Vorstand gibt es Veränderungen. Insgesamt stellen sich vier alte Vorstandsmitglieder zur Wiederwahl. Ergänzt werden sie durch vier Kandidaten, womit der Vorstand von sieben auf acht Mitglieder anwächst. Neu dabei sind Julia Kuske, Martin Sturzenegger, Andi Grenacher und Florian Steiner.

Zwei goldene Kleeblätter
Zuletzt wird Ruth Binde für ihr Lebenswerk mit dem Goldenen Kleeblatt geehrt. Binde hat den Grossteil ihres Lebens in Hottingen verbracht und war mehrere Jahre selbst im Vorstand tätig. Überraschenderweise bleibt es nicht wie geplant bei nur einem Kleeblatt. Denn der zurückgetretene Vorstands- Vize Ueli Kasser erhält für seine Verdienste für den Quartierverein dieselbe Auszeichnung.



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