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29.03.2017 Von: Oliver Linow

Küsnachter

So versickert Wasser im Hüttengraben


Die Retentionsbecken bei der Überbauung Hüttengraben sehen derzeit noch etwas provisorisch aus. Foto: Oliver Linow

Rekurrenten verzögerten den Baustart beim Hüttengraben in Küsnacht um über zwei Jahre. Sie sagten, dass Oberflächenwasser könne nicht versickern. Ein Experte erklärt, wie die Bauherren das Problem gelöst haben.

Im Juni 2014 begann die BG Zurlinden mit dem Bau der genossenschaftlichen Wohnungen beim Hüttengraben – rund zweieinhalb Jahre später als geplant. Rekurrenten hatten das Projekt verzögert. Sie sagten, das Oberflächenwasser könne nicht versickern- und befürchteten Überschwemmungen und Erdrutsche.
Die Beschwerde wurde vom Bundesgericht abgelehnt. Mittlerweile sind alle Wohnungen fertig und im Dezember konnten die letzten Mieter einziehen. Das Wasserproblem haben die Bauherren folgendermassen gelöst: Zwischen den acht Häusern befinden sich verschiedene Vertiefungen im Boden. Sie sind unterschiedlich gross, einige mit Wasser gefüllt, andere leer.

«Becken sind keine überlaufen»
Dabei handelt es sich um Retentionsbecken. Sie speichern den Regen und lassen ihn langsam versickern. «Es ist nicht möglich, das Wasser direkt in den Boden zu leiten », erklärt der Experte. Einerseits sammelt sich bei der Siedlung viel Wasser, da sie in einer kleinen Mulde liegt. Andererseits leiten bereits die anliegenden Häuser ihr Regenwasser direkt in den Untergrund. «Wenn der Hüttengraben das auch noch machen würde, wäre der Boden übersättigt», sagt er weiter. Schon auf den Flachdächern verlangsamen schwer durchlässige Fliessmatten das Wasser. Sie lassen es nur langsam in den Regenrinnen verschwinden. Von dort fliesst es weiter in die Retentionsbecken. Bisher hat das System gut funktioniert. «Becken sind keine überlaufen», bestätigt Rolf Hefti, Geschäftsführer der BG Zurlinden. Das kann nur bei sehr starkem Regen passieren. Selbst dann fliesst das Wasser aber nicht in die Hauseingänge. Dank des unterschiedlich grossen Gefälles in der Siedlung würde es einfach ins nächste Retentionsbecken laufen. Den Inhalt des grössten Beckens kann die Gemeinde zur Not in die Kanalisation ableiten.
Die Erde rund um die Becken ist momentan noch kahl und sieht provisorisch aus. Bis im Sommer soll sich das aber ändern. Dann sollen die gesäten Pflanzen vollständig gewachsen sein.



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