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29.03.2017 Von: Carole Bolliger

Züriberg

Witiker kamen in Scharen zur Versammlung


Die Mitgliederversammlung des Quartiervereins Witikon ging ohne Turbulenzen über die Bühne. Die Stimmberechtigten waren sich fast immer einig. Ein Antrag von Bruno Müller-Hiestand wurde klar abgelehnt.

Balz Bürgisser, Präsident des Quartiervereins Witikon (QV), konnte am vergangenen Dienstagabend 114 Stimmberechtigte und ein paar Gäste im reformierten Kirchgemeindehaus in Witikon begrüssen. Das waren so viele Teilnehmende wie noch nie, worüber sich Bürgisser sehr freute. Die ersten Traktanden gingen schnell über die Bühne, der Jahresbericht wurde mit einer Gegenstimme angenommen, die Jahresrechnung, die einen Gewinn von knapp 240 Franken aufwies, einstimmig. Ebenso einstimmig wiedergewählt wurde Vorstandsmitglied Max Schultheiss, der seit vier Jahren dabei ist und das Archiv des QV aufgebaut hat, sowie Blandina Nuss, die sich weiterhin als Revisorin zur Verfügung stellt.

Antrag klar abgelehnt
Auch beim Jahresbeitrag waren sich alle einig, dieser wurde dank des kleinen Gewinns beibehalten. Das Budget, das einen kleinen Verlust von 420 Franken budgetiert, nahmen die 114 Stimmberechtigten ebenfalls an. Per Ende 2016 zählte der Verein 932 Mitglieder, etwa gleich viele wie das Jahr zuvor. Eine solche Einigkeit, das war ja schon fast zu viel des Guten. Dann kam der Antrag von Bruno Müller-Hiestand. Der Witiker wollte, dass der Quartierverein die Angemessenheit seiner gegenwärtigen Handlungsweise und Schwerpunkte sowie seine Ausrichtung auf die nähere Zukunft hinsichtlich der Gesellschafts- und Siedlungsentwicklung in Witikon überprüfe.
Müller-Hiestand warf dem Vorstand vor, dass er sich zu wenig um Themen wie das Restaurantsterben im Dorf oder die Graffiti-Problematik kümmere. «Ich denke, der Quartierverein braucht neue Inputs mittels einer neu gegründeten Kommission, sonst ist er auf dem absteigenden Ast», meinte Bruno Müller-Hiestand in seiner ausführlichen Erklärung. Balz Bürgisser entgegnete, dass sich der Vorstand mit all den erwähnten Themen auseinandersetze, es oft aber als Verein schwierig sei, mitzubestimmen. «Zum Beispiel ist der Einfluss des Quartiervereins auf private Eigentümer von Restaurants gering. » Weiter habe der Quartierverein mit viel Aufwand Einsprache gegen die rotierende, beleuchtete Plakatsäule an der Witikonerstrasse erhoben. «Das Baurekursgericht belehrte uns, dass wir als Verein nicht rekursberechtigt sind», erklärte der Präsident. Er versicherte, dass der Vorstand bei vielen Themen am Ball sei und bleibe und schlug den Anwesenden vor, den Antrag von Bruno Müller-Hiestand abzulehnen. Die Stimmberechtigten kamen dem nach und lehnten ihn klar und deutlich – mit zwei Ja-Stimmen und sieben Enthaltungen – ab. Mehrere Voten aus dem Publikum unterstrichen die Dankbarkeit der Mehrheit der Mitglieder für die grosse Arbeit, die der Vorstand ehrenamtlich leistet.

Sanierung des Zentrums
Claudio Fetz, Projektleiter Genossenschaft Migros Zürich, referierte über die Sanierung und Erneuerung des Zentrums. Er brachte die Anwesenden auf den neusten Stand und informierte über das weitere Vorgehen. Das Parkhaus sei fast fertig und werde am 8. April mit einem Fest eingeweiht, sagte er. Die Gesamtsanierung soll per März 2019 fertig sein. Nach dem Vortrag stand er Red und Antwort und die Anwesenden hatten viele Fragen. So wollte jemand wissen, ob danach das Parkhaus gratis sei oder nicht. Die erste Stunde bleibe weiterhin gratis, die Tarife blieben bestehen, versicherte Fetz. Auch ein grosses Anliegen war den Anwesenden, was mit dem Gemüsestand passiert. «Auf dem Platz vor dem Beldona- Shop hat es Platz für vier fahrbare Marktstände», antwortete Fetz. Balz Bürgisser musste dann aus Zeitgründen unterbrechen, aber die Anwesenden konnten nach der Versammlung Claudio Fetz weitere Fragen stellen. Bevor er zum gemütlichen Teil mit Nachtessen überleitete, informierten Balz Bürgisser, René Hechenberger und Max Schultheiss über weitere Witiker Themen. Die Sanierung der Witikonerstrasse sei auf gutem Weg und soll im August angegangen werden. Alle Wünsche der Quartierentwicklungskommission seien berücksichtigt worden. Betreffend Sanierung und Erneuerung der Meyerhofscheune soll im Frühling die Baueingabe erfolgen (siehe auch Artikel unten) Sobald der Zürcher Stadtrat den Kredit gesprochen habe, werde die Sanierung beginnen. Man rechne Mitte Jahr mit dem Start und bis Mitte 2018 müsste sie ganz abgeschlossen sein.

Drei Einsprachen
Weiter sagte Balz Bürgisser, dass im Zusammenhang mit der Durchbindung der Buslinien 31 und 34 zwar drei Einsprachen eingereicht worden seien, dennoch sollte die neue Linie pünktlich auf den Fahrplanwechsel per 10. Dezember eingeweiht werden können.



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