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12.04.2017 Von: Annina Just

Küsnachter

Die «Synapse17» fand grossen Anklang


Eine «Šoziale Plastik» aus Dachlatten schlängelte sich über das Ausstellungsareal mit Schiffscontainern. Foto: Annina Just

Die Kanti Küsnacht feierte mit der «Synapse17» einen Grosserfolg: Tausende besuchten am Wochenende die Ausstellung «überall ist hier» und das Theater «Alissia in Space».

«Man bräuchte wohl einen ganzen Tag Zeit, um die komplette Ausstellung zu erfassen», meinte Prorektorin Sandra Pitel zu Beginn eines Rundgangs durch die Werkschau «überall ist hier». Diese verwandelte im Rahmen des Kulturprojekts «Synapse17» das Areal der Kantonsschule Küsnacht in ein Fest- und Ausstellungsgelände. Und Pitel sollte recht bekommen: Ein zweistündiger Spaziergang vermittelte zwar einen enorm spannenden Eindruck, aber auch das Gefühl, erst einen Bruchteil dieses Grossprojekts gesehen zu haben. Rund 40 Expositionen, über ein Dutzend Performances und fünf Vorstellungen des Theaterstücks «Alissia in Space» (der «Küsnachter» berichtete ») – alle verbunden durch das Oberthema «Vernetzung» – waren zwischen Donnerstag und Montag auf dem Schulareal zu bestaunen. Damit hat die Kantonsschule genau zehn Jahre nach «Schatulle» wieder ein Kulturprojekt auf die Beine gestellt, bei dem alle Schulangehörigen involviert waren. Wie Prorektorin Pitel ausführte, habe die Projektleitung bereits vor über drei Jahren mit der Themenfindung begonnen. Sie erzählt: «Das Thema ‹Netzwerke› hat uns dann überzeugt, weil es ein Thema der Zeit ist und gleichzeitig auch so vieles umfasst.»
Da war zum Beispiel das Biologie- Haus, in welchem unter dem Namen «Netzwerk Gehirn» verschiedene Schülerarbeiten aus der Neurobiologie gezeigt wurden. In der «Blackbox», einem abgedunkelten Schiffscontainer ausgestattet mit Sitzbänken, konnten Besucher abtauchen in eine Welt voller meditativer Klänge. Das Projekt der Fachschaft Instrumentalunterricht hatte zum Ziel, einen Ort für musikalisch- künstlerische Nischen abseits der Digitalisierung zu bieten.

Grossandrang bei Glace und Kaffee
Eine Reise in eine andere Zeit erlebten Besucher und Besucherinnen auch im «Künstlerkaffee». Eingerichtet im Stile eines Wiener Kaffeehauses, entführte das umgestellte Unterrichtszimmer mit Musikdarbietungen und Collagen ins 19. Jahrhundert. Die Plätze waren begehrt!
Ebenfalls Grossandrang herrschte bei der Glace-Produktionswerkstatt des Projekts «Naturwissenschaften für Primarschüler». Die «atomaren Netzwerke » stiessen beim sonnigen Wetter auf grösstes Interesse.
Netzwerke waren aber nicht nur in chemischer Form zu finden, sondern auch soziale, sprachliche und bauliche – wie zum Beispiel die Foto-Collagen von Fremdsprachenwochen oder die «Soziale Plastik», die dem Pausenplatz eine faszinierende Ausstrahlung verlieh. Viele Exponate machten zudem deutlich, dass brisante aktuelle Themen wie die Nachhaltigkeit, Globalisierung und Flucht die Gymnasiasten beschäftigen.
Mit ihrer enorm umfassenden Werkschau demonstrierte die Kantonsschule eindrücklich, wie vielfältig das Thema Netzwerk verstanden werden kann und wie gross das Potenzial einer Schule ist, wenn alle zusammen an einem Strick ziehen oder – in der Sprache von «überall ist hier»: wenn sich alle zu einem grossen Netzwerk zusammenfügen.



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