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12.04.2017
Zürich West

Stadt will in Albisrieden keine Parkplätze abbauen


Die Haltestelle Siemens wird behindertengerecht ausgebaut. Foto: Heinz Schluep

Die geplante Aufwertung des Zentrums stand an der Generalversammlung des Quartiervereins Albisrieden im Mittelpunkt. Ausserdem wurde von der Stadt eine Bachöffnung angekündigt.

Pascal Wiederkehr

Stadtrat Filippo Leutenegger (FDP) hatte sich scheinbar auf Kritik eingestellt. Er schien überrascht, als er nach einer Fragerunde sagte: «Bis jetzt haben wir nur Pluspunkte gesammelt.» Der Vorsteher des Tiefbau- und Entsorgungsdepartements war an die Generalversammlung des Quartiervereins Albisrieden gekommen, um das Vorgehen beim geplanten Zentrum Albisrieden zu erklären. Bis 2. Mai liegt das Projekt Albisriederstrasse, Altstetterstrasse und Püntstrasse öffentlich auf.
Wie «Zürich West» schon im November berichtete, sollen zwei Kaphaltestellen an der Fellenbergstrasse gebaut werden. Das heisst, das Tram hält auf der Fahrbahn und die Autos müssen dahinter warten. Dafür können die Passagiere direkt ins Tram einsteigen, ohne die Strasse überqueren zu müssen. Alle Haltestellen des öffentlichen Verkehrs baut die Stadt hindernisfrei aus. Zudem wird der Zentrumsbereich zu einer Tempo-30-Zone mit Mischverkehr und ohne Fussgängerstreifen. «Die heutigen Verkehrsmengen können weiterhin abgewickelt werden», erklärte Leutenegger. Öffentliche Parkplätze würden keine abgebaut. Bei den privaten Parkplätzen werden beim Restaurant Sternen und Restaurant Friedbrunnen je zwei Parkplätze aufgehoben. «Alle Verkehrsbeziehungen bleiben erhalten», so Leutenegger.

111 Bäume werden gefällt

Bäume werden laut Leutenegger «wo möglich» erhalten oder ersetzt. Trotzdem sind es im gesamten Projekt Albisriederstrasse, Altstetterstrasse und Püntstrasse 111 Bäume, die gefällt werden sollen. Allerdings will die Stadt 120 neue pflanzen.
Nach verschiedenen runden Tischen mit Quartier und Gewerbe könne gesagt werden, es habe sich ein minimaler Konsens herauskristallisiert. Leutenegger: «Es wird sicher Rekurse geben, damit muss man rechnen.» Läuft alles nach Plan, wird 2019 gebaut. «Es kann aber gut noch ein, zwei Jahre länger dauern», gibt der Stadtrat zu bedenken. Das Ziel ist, allerspätestens 2022 zu beginnen, weil dann die Gleise ersetzt werden müssten.

Anschliessend stellte Stadtingenieur Vilmar Krähenbühl die aktuellen und geplanten Bauprojekte in Albisrieden vor. Darunter eine Bachöffnung beim Hagenbuchrain als Hochwasserschutz. Der Kredit sei zwar noch nicht bewilligt, trotzdem «gehe ich davon aus, dass wir den Terminplan einhalten können», sagte Krähenbühl. Der Bau ist von Mitte September bis Mitte November geplant.

Quartiervereinspräsident Christian Tobler bedankte sich bei Leutenegger und Krähenbühl. Er hatte zu Beginn der GV betont, dass beim Zentrum vieles abgewogen werden müsse. «Man sagt, bei uns geht immer alles so langsam, aber mir ist es lieber, wir diskutieren und haben am Schluss die beste Lösung», so Tobler. In seinem Jahresrückblick erwähnte er die Politprominenz, die 2016 «vermutlich wegen Gemeinderatspräsident Roger Bartholdi» nach Albisrieden gefunden habe. Neben Regierungsrat Mario Fehr und den Stadträten Filippo Leutenegger sowie Raphael Golta beehrte auch Stadtpräsidentin Corine Mauch das Quartier.

Zwei Neuzuzügeranlässe

Albisrieden ist letztes Jahr gewachsen. Dazu beigetragen hat das Freilager. Aus diesem Grund werde man zwei Neuzuzügeranlässe durchführen – einen alleine für die 782 Neuzuzüger im Freilager, wie Ruedi Brühwiler erklärte, der für die Mitglieder zuständig ist. Seit April hat der Quartierverein zudem seine neue Website aufgeschaltet.

Die neue Website des Quartiervereins Albisrieden: www.zuerich-albisrieden.ch.



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