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26.04.2017 Von: Bastian Bernhard

Zürich West

Keine Zukunft als Genossenschaft


Altehrwürdig: Bereits um 1400 wird das Gebäude erstmals erwähnt. (Foto: bb.)

Dem Heimat- und Ortsmuseum Wiedikon steht an seiner nächsten GV eine grosse Veränderung bevor. Bisher als Genossenschaft organisiert, gibt es einen Antrag des Vorstands, diese in einen Verein umzuwandeln.

Seit über 600 Jahren steht nun das Gebäude des Heimat- und Ortsmuseum Wiedikon bei der Kollerwiese, und seit 1985 gehört das denkmalgeschützte Haus der Genossenschaft Heimat- und Ortsmuseum Wiedikon. So, wie sich das Haus über die Jahrhunderte verändert hat, so ändert sich bald die Genossenschaft.

An der 36. Generalversammlung am 4. Mai steht Grosses bevor. Wie Präsident Roland Schmid in einer Einladung schreibt, geht es vor allem um die Umwandlung der Genossenschaft in einen Verein. Dafür gebe es mehrere Gründe. So gebe es für eine Genossenschaft mehr Auflagen, die dem Museum Schwierigkeiten bescheren könnten. Es sei ausserdem auch finanziell besser, sich als Verein zu organisieren. Als Genossenschaft gibt es einen einmaligen Beitrag, nach dem Genossenschafter auf Lebenszeit Mitglieder sind. Neu als Verein sollen, wie üblich, jährliche Beiträge entrichtet werden.

Bürokratischer Aufwand

Bei den finanziellen Aspekten handelt es sich laut Schmid jedoch nur um einen Teil des Problems. Eine Genossenschaft hat eine spezielle Rechtsform und steckt deshalb in einem engen Vorschriftenkorsett. Beispielsweise sind die Anzahl Mitglieder oder die Verwaltung definiert. Das führe, so erklärt Schmid, zu Mehrarbeit, ohne jedoch einen wirklichen Nutzen zu bringen. Weiter müssten Genossenschaften beim Handelsregisteramt angemeldet sein. Das schaffe einen grossen bürokratischen Aufwand.

Wie der Präsident beschreibt, ist die Führung einer Genossenschaft mit vielen Formularen und Gebühren verbunden. Jede Änderung erfordert Papierkram und Kosten. Deshalb sei es für das Museum nicht tragbar, weiterhin als Genossenschaft zu agieren. Bei einer Umwandlung in einen Verein würde das Heimat- und Ortsmuseum Wiedikon mit seinen Geschwistern im Zürich-West-Gebiet, dem Ortsmuseum Albisrieden und dem Ortsmuseum Altstetten, gleichziehen. Diese Museen sind beide als Vereine organisiert und werden von den jeweiligen Quartiervereinen geführt. In Altstetten ist die ortsgeschichtliche Kommission des Quartiervereins für das Museum zuständig. Nicht viel anders sieht es in Albisrieden aus, wo der Verein Ortsmuseum eng mit dem Quartierverein verbunden ist.

Donnerstag, 4. Mai, 19 Uhr, GV Heimat- und Ortsmuseum Wiedikon, Steinstrasse 8. www.ortsmuseum-wiedikon.ch



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