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17.05.2017 Von: Elke Baumann

Züriberg

Architektur ist ein grossartiges Spiel


Andrea Semadeni: SOL. Entwurf für

Mit der Ausstellung «for now or forever – Swiss Pavillons » öffnet der Pavillon Le Corbusier vor den Sanierungsarbeiten des Hauses nochmals seine Türen.

Le Corbusier (1887–1965), mit bürgerlichem Namen Charles-Edouard Jeanneret, war einer der bedeutendsten Architekten des 20. Jahrhunderts, war Stadtplaner, Maler, Zeichner, Schriftsteller, Bildhauer, Möbeldesigner – kurz, ein Allrounder der Künste. Die Schweiz ehrt einen ihrer grössten Söhne mit dessen Konterfei auf der Zehnernote. Le Corbusiers letztes Bauwerk ist das Corbusier-Haus im Zürcher Seefeld. Die Komposition mit ihren geometrischen Formen und strahlenden Farben bietet ein lichtes Erscheinungsbild. Wie ein Schirm schützt die mehr oder weniger schwebende Dachkonstruktion die kubischen Bauelemente. Von diesem Bauwerk ausgehend, widmet sich die Ausstellung Pavillons unserer Tage.

Schützenswerte Denkmäler
Pavillons sind leichte, heitere, sommerliche Bauten, die seit Jahrhunderten das Publikum erfreuen. Moderne Architekten lassen sich von ihnen inspirieren, um aus strengen baulichen Konstruktionen auszubrechen und neue Wege zu gehen.
Wegweisend ist Le Corbusier, der 1925 den Pariser Pavillon de l’Esprit Nouveau schuf, 1958 den Philips- Pavillon auf der Brüsseler Expo und 1966 in Zürich den Pavillon Le Corbusier, in dessen Räumen jetzt bestechende Bauten berühmter Architekten gezeigt werden. Neben Le Corbusier, dem mit einer grossen Anzahl seinen gezeigten Arbeiten in der Haupthalle Respekt gezollt wird, sind es Mario Botta, Santiago Calatrava, Bruno Giacometti, Gion A. Caminada, Herzog & de Meuron, Andrea Semadeni, Peter Zumthor, um nur einige zu nennen. 100 Pavillons aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft präsentieren sich in Fotos, Skizzen, Entwürfen und Modellen vom Keller bis unters Dach. Der Pavillon Le Corbusier, 1967 eröffnet, war bis Frühling 2014 im Besitz der Begründerin und Galeristin Heidi Weber, dann übernahm die Stadt Zürich die Verantwortung und macht ihn während der Sommermonate dem Publikum zugänglich.

Zürichs Glanzstück
Nach der Saison 2017 wird der Bau umfassend saniert. Er soll zukünftig nicht nur Architekturfans begeistern, sondern auch eine Touristenattraktion werden, ein Ort für Ausstellungen und Kulturveranstaltungen. Geleitet wird der Museumsbetrieb zurzeit von Eva Wagner, einer langjährigen Mitarbeiterin der städtischen Kulturförderung im Bereich der bildenden Kunst. Grosse Pläne werfen Schatten voraus. In nächster Zeit will die Stadt Zürich die untere Höschgasse neu inszenieren. Etappenweise werden der Pavillon Le Corbusier, das Museum Bellerive und das Atelier Hermann Haller zu einem Museumsviertel und Begegnungszentrum vereint werden.



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