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24.05.2017 Von: Christina Brändli

Züriberg

Gewerbe Seefeld kehrt in den GVZ zurück


Die lachende Susanne Brunner (Mitte) präsentiert sich inmitten der Mitglieder gelöst am Apéro anlässlich der Generalversammlung des Gewerbevereins Seefeld. Foto: Christina Brändli

Der Gewerbeverein Seefeld tritt nach elfjähriger Pause wieder dem Gewerbeverband der Stadt Zürich (GVZ) bei. Der Vorstand arbeitete zwei Jahren daran, die Mitglieder vom Wiedereintritt zu überzeugen.

Susanne Brunner begrüsst die Mitglieder des Gewerbevereins Seefeld auf der Terrasse des Restaurant Lake Side. Trotz des strahlenden Sonnenscheins liegt eine leichte Anspannung in der Luft. Brunner ist seit 2013 Präsidentin des Gewerbevereins und wird heute mit einem ganz besonderen Anliegen vor ihre Mitglieder treten. Dem Wiedereintritt in den Gewerbeverband. 2006 ist der Gewerbeverein Seefeld aus dem Verband ausgetreten. Der Vorstand um Susanne Brunner hat im Vorfeld alle Hebel in Bewegung gesetzt, um seine Mitglieder nach elf Jahren Pause von einem Beitritt zu überzeugen.

Wichtige Entscheidung
Unter dem Traktandum 10 wird über den Wiedereintritt in den Gewerbeverband befunden. Dem ganzen Vorstand ist es schon länger ein grosser Wunsch, dem GVZ nach elf Jahren Pause wieder beizutreten. Ausgetreten ist der Gewerbeverein damals, weil ein Grossteil der Mitglieder der Meinung war, keinen Vorteil aus der Mitgliedschaft zu ziehen und weil man sich ganz auf sein Quartier und die lokalen Probleme konzentrieren wollte. Im März dieses Jahres hat der Vorstand des Gewerbevereins eine Informationsveranstaltung bezüglich des Wiedereintrittes zum Gewerbeverband und der Abstimmung im Rahmen der Generalversammlung am 17. Mai durchgeführt. An dieser Informationsveranstaltung stimmten in einer konsultativen Abstimmung alle anwesenden Mitglieder geschlossen für einen Wiedereintritt.

Kräfte bündeln
Bevor sich die Hände zur entscheidenden Abstimmung heben können, werden die wichtigsten Punkte, die für eine Rückkehr zum Gewerbeverband und dem Kantonalen Gewerbeverband sprechen, nochmals zusammengefasst.
Brunner informiert darüber, dass der Beitritt eine Erhöhung des Mitgliederbeitrages mit sich bringt. Dies, weil für eine Mitgliedschaft beim Verband pro Mitglied einen Beitrag zu entrichten ist. Es sei dem Vorstand ein grosses Anliegen, dass man die Mitglieder nicht übermässig belasten muss und der Verein sein bisheriges Vereinsleben doch so weiterführen kann wie bis anhin, dafür sei eine Beitragserhöhung unumgänglich. Für Mitglieder, die bereits bei einem Branchen- oder Gewerbeverband angegliedert sind, wird sich der Beitrag sogar etwas verringern.
«Mit einer Mitgliedschaft beim GVZ ist der Gewerbeverein wieder direkt im starken Verbund der Städtischen Gewerbevereine angeschlossen. Wir sind direkt an den Informationen und profitieren vom institutionalisierten Austausch mit dem Zürcher Stadtrat und der Gewerbegruppe vom Gemeinderat. Wir verstärken die Schlagkraft des Gewebes in der Stadt Zürich», sagt Brunner. Sie erinnert an die verlorene Abstimmung bezüglich der Parkplatzgebühren. «Auch machen Stadtrat wie auch Gemeinderat oftmals gewerbefeindliche Politik. Dagegen müssen wir etwas stellen können. Wir dürfen uns nicht entmutigen lassen und müssen die Gegenwehr verstärken und unsere Kräfte bündeln», führt sie weiter aus. «Mit einem Beitritt zum GVZ und dem KGV verstärkt der Gewerbeverein seine Stimme», ist Brunner überzeugt. Anschliessend übergibt sie das Wort an Nicole Barandun, Präsidentin des Gewerbeverbandes der Stadt Zürich, und an Herrn Thomas Hess, Geschäftsführer des Kantonalen Gewerbeverbandes. Sie erläutern den Zuhörern nochmals genau den Mehrwert der Mitgliedschaft bei den beiden Verbänden.

«Kann ja wieder austreten»
In der darauffolgenden Diskussion werden sowohl kritische als auch befürwortende Stimmen laut. Für die einen ist der Beitritt unnötig. Man könne sich auch ohne den Verband politisch einsetzen, heisst es beispielsweise von einem langjährigen Mitglied. Anders sieht das Marc Bourgeois. Mit dem Anschluss an die Verbände gäbe es nur Vorteile. Der Verein erhalte so die «volle Durchschlagskraft nach Bern». «Das Seefeld hat keine Regierung. Diese kommt aus der Stadt, aus dem Kanton und zu einem erheblichen Masse auch vom Bund», sagt Bourgeois. «Der Gewerbeverein Seefeld existiert auf der Landkarte dieser Regierung jedoch nicht.» Damit man eine Stimme bekomme und die Interessen des Gewerbes vertreten kann, braucht es den Beitritt zum Verband. Ein weiterer Redner meint pragmatisch, man könne ja wieder austreten, wenn es doch nicht den gewünschten Mehrwert bringe.

Die Abstimmung
Die Abstimmung geht im Gegensatz zu den vorhergehenden Informationen und der Diskussion rasch über die Bühne. Mit 33 Stimmen für und sieben Stimmen gegen einen Beitritt sowie fünf Enthaltungen hat die Generalversammlung des Gewerbeverein Seefeld den Beitritt zum Gewerbeverband Zürich und dem Kantonalen Gewerbeverband klar angenommen. Susanne Brunner bedankt sich für das Vertrauen und ermuntert die Mitglieder, den kommenden Einladungen der Verbände zu folgen.



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