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24.05.2017 Von: Annina Just

Küsnachter

Handballmärchen findet seine Fortsetzung


Erst Ende 2014 gegründet, aber schon sehr erfolgreich: Der Handballclub Küsnacht. Hier feiert das Aufstiegsteam nach dem Sieg mit Junioren und Juniorinnen des Klubs. Foto: Annina Just

Die Erfolgsgeschichte geht weiter: Das Fanionteam des Handballklubs Küsnacht steigt in die 2. Liga auf – eine Überraschung ist der zweite Aufstieg in der zweiten Saison aber nicht.

Das Resultat 43:10 zeugt von einer klaren Angelegenheit. Nachdem der HC Küsnacht bereits das Hinspiel des Aufstiegsduells gegen den HBC Büren a. A. deutlich für sich entscheiden konnte, hätte man meinen können, das Rückspiel wird zur Pflichtaufgabe. Vielmehr wurde es zur Kür: Von der ersten Minute an stand der Gegner aus Solothurn auf verlorenem Posten. Im Minutentakt fielen die – teilweise wunderschön herausgespielten Tore. Je länger die erste Halbzeit dauerte, desto grösser wurde die Tordifferenz. Mit dem Score vom 19:8 ging es dann in die Pause. Wer nun dachte das Spiel werde einfach noch zu Ende gespielt, der irrte: Ein erfolgreicher Angriff des HCK reihte sich an den anderen. Die Wölfe liessen in der zweiten Halbzeit kaum Gegentore zu, in 20 Minuten brachte der HBC Büren gerade mal zwei Tore zustande.

Luft nach oben
Mit dem zweiten Aufstieg in Serie wurde eine weitere Saison ohne Niederlage abgeschlossen. Damit ist die 1. Mannschaft des HCK seit seiner Gründung in der Meisterschaft ungeschlagen. «Wir mussten vor kurzem einen Grundsatzentscheid fällen», erzählt Spielertrainer Simon Massari nach der Aufstiegspartie. Die Frage war, ob das Team, das ausschliesslich aus ehemaligen Spitzenhandballern besteht, überhaupt nochmals aufsteigen will. Der Entscheid fiel zugunsten der sportlichen Herausforderung. Massari: «Es ist uns lieber, dass wir sportlich mehr gefordert werden und nehmen dafür in Kauf, vielleicht mal ein Spiel zu verlieren.»
Im letztjährigen Regionalcup, den die Küsnachter als erstes 4.-Liga- Team für sich entscheiden konnten, haben sie bereits bewiesen, dass auch 2.-Liga-Teams absolut in Reichweite liegen. Und spätestens nachdem die Wölfe vom See im Schweizer Cup bis in den Viertelfinal vorgestossen sind, zweifelt niemand mehr an der Qualität der «Plausch-Truppe».
So soll auch das Konzept das gleiche bleiben: Training nur einmal pro Woche, und dabei wird meist Fussball oder Basketball gespielt. Heimspiele werden am Dienstag angesetzt, damit das Wochenende frei bleibt. Massari nennt das Konzept «einfach Spass haben am Handball». Mit einem verschmitzten Lächeln fügt er an: «Als ehemalige Leistungssportler können wir aber alle schlecht verlieren. » Wohin diese Reise noch führt, bleibt also offen . . .



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