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01.06.2017 Von: Carole Bolliger

Züriberg

FC Seefeld sagt der 1. Liga vorerst Adieu


Gute Aussichten: Die Jugend steht schon neben dem Platz bereit. Foto: Carole Bolliger

Die 1. Mannschaft des FC Seefeld wäre am Samstag in die 2. Liga abgestiegen. Gegen Seuzach spielten die Stadtzürcher 1:1. Das hätte für den Klassenerhalt nicht gereicht. Zum Abstieg kommt es aber trotzdem nicht, weil die Mannschaft aufgelöst wird.

Vor dem Spiel war man auf der Lengg noch zuversichtlich. Die 1. Mannschaft des FC Seefeld sollte ihr letztes Spiel gewinnen. Das letzte Spiel war es, weil der neue Vorstand um Präsident Marc Caprez entschlossen hat, die Mannschaft aufzulösen. Egal, ob der Ligaerhalt erreicht worden wäre oder nicht. Dies, weil der Quartierfussballverein sich vermehrt der Nachwuchsförderung widmen will (der «Züriberg» berichtete). Nach spannenden 90 Minuten war die Zuversicht der Fans und Spieler verschwunden.
Die Stadtzürcher gingen zwar kurz vor der Pause durch Thomas Derungs mit 1:0 in Führung und auch in der zweiten Halbzeit hatten sie einige gute Chancen, doch es blieb bei der knappen Führung. Auch die Seuzacher hatten immer wieder gute und nicht ungefährliche Chancen, die Luca Cedeno im Tor des FC Seefeld jedoch zu verhindern wusste – bis zur 88. Minute als der Gegner den Ausgleich erzielte.

Enttäuschung bei Spielern gross
Dank des Unentschiedens und dem einen gewonnenen Punkt sicherte sich der FC Seuzach mit zwei Punkten mehr als der FC Seefeld den Ligaerhalt. «Natürlich hätten wir gerne gewonnen in unserem letzten Spiel», sagte Urs Egger nach dem Match. Egger war 20 Jahre lang Präsident des FC Seefeld.
Auch bei den Spielern war die Enttäuschung gross: über das Unentschieden und den daraus folgenden eigentlichen Abstieg, aber auch über die Auflösung der Mannschaft. Trotzdem hätten sie in ihrem letzten Spiel nochmals alles gegeben, versicherte Illir Buqaj, stellvertretend für seine Teamkollegen. Dass dies nicht so war, durfte dem FC Seefeld wohl keiner vorwerfen. Die meisten der jungen Männer haben schon einen anderen Klub zum Spielen gefunden, wie Buqaj sagte. «Und die anderen werden das auch noch», war Urs Egger überzeugt. Das seien gute und motivierte Fussballer, um sie mache er sich keine Sorgen. Beim FC Seefeld – in einer anderen Mannschaft oder Funktion – bleibt bis jetzt keiner der Spieler, wie Marc Caprez sagte.

Auf den Nachwuchs setzen
Das letzte Spiel der 1. Mannschaft war trotz Badiwetters gut besucht. Während einige auf der Seitentribüne in der Hitze ausharrten und ihre Spieler anfeuerten, schauten die meisten anderen Zuschauer von der schattigen Terrasse aus dem Geschehen auf dem Platz zu. Marc Caprez und der neue Vorstand wollen sich nun noch stärker der eigenen Nachwuchsförderung widmen und sich als reinen Quartierverein aufstellen, der den Kindern und Jugendlichen eine optimale Fussballausbildung vermitteln kann. Der neue Präsident ist überzeugt, dass der FC Seefeld in ein paar Jahren wieder eine 1. Mannschaft haben wird, die im Spitzenamateur- Fussball mitspielt. Diese soll dann allerdings aus eigenem Nachwuchs bestehen. Ausnahmslos spielten Auswärtige für die Seefelder. «In erster Linie aber wollen wir einer der besten Ausbildungsvereine der Stadt Zürich werden», so Marc Caprez.



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