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14.06.2017 Von: Lorenz Steinmann

Zürich 2

Neues Ungemach für das «Kesb»-Haus


Diese Linde soll weichen. (Foto: zvg.)

Das Leiden rund um das von der «Kesb» gegen den Willen der langjährigen Besitzerin Irma Bättig verkaufte Haus an der Waffenplatzstrasse geht weiter. Nun soll die grosse Linde zugunsten eines Parkplatzes gefällt werden.

«Zürich 2»-Leser erinnern sich: Das altehrwürdige Mehrfamilienhaus an der Waffenplatzstrasse 88 wurde von der «Kesb» gegen den Willen der Besitzerin Irma Bättig an den Meistbietenden verkauft. Dann wurde es in einer für die Nachbarschaft nicht nachvollziehbaren Aktion von der Polizei geräumt. Danach wurde es einer kompletten Grosssanierung unterzogen, die auch die Fassadenisolation umfasst. Trotzdem bewilligte die Stadt das Baugesuch im sogenannten Anzeigeverfahren. So erfuhr die Nachbarschaft erst vom Ansinnen, als mit Pressluftarbeiten begonnen wurde. Und nun noch dies: Die mächtige, über hundert Jahre alte Linde soll gefällt werden zugunsten eines Parkplatzes. Ein weiterer Schlag ins Gesicht der Nachbarn und von Irma Bättig, die mittlerweile in einem Pflegeheim in Höngg wohnt. Gemäss Informationen, die «Zürich 2» vorliegen, will die Nachbarschaft nun rekurrieren gegen das nicht gerade sensible Vorgehen der Bauherrschaft. Dabei heisst es von den potenziellen Rekurrenten (das Baugesuch wurde noch nicht ausgeschrieben), dass ein Rekurs wohl nicht sehr grosse Chancen hätte. So sei das Haus an der Waffenplatzstrasse trotz positivem Gutachten vom Hochbaudepartement nicht ins Inventar schützenswerter Bauten aufgenommen worden. Allerdings wäre das denkmalgeschützte Nachbarhaus (Waffenplatzstrasse 92) direkt vom Vorhaben betroffen. Zudem gelte (beschränkt) ein Perimeterschutz. Zwar gebe es in Zürich keinen gesetzlichen Baumschutz mehr, doch immerhin die Regel, dass Vorgärten strassenseitig um höchstens einen Drittel geöffnet werden dürfen. Dies werde hier klar verletzt. Ein weiteres Argument, so die Nachbarn, sei die neu entstehende Gefährdung im Strassenverkehr durch die geänderte Verkehrsführung und das Versetzen des Schutzpfostens um etwa 10 Meter stadteinwärts, womit sein Zweck sinnlos würde.
Das Vorhaben wird nächstens öffentlich ausgeschrieben. Über den Rekurs entscheidet die Baurekurskommission des Stadtrats von Zürich. Das Urteil kann weitergezogen werden.



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