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21.06.2017 Von: Lisa Maire

Küsnachter

Tägerhalde – Ort der Begegnung und der Kultur


Mit einer Kunstvernissage und Musik ist am Montag eine Kulturwoche in der Tägerhalde Küsnacht eröffnet worden.

In den zwei Jahren seines Bestehens hat sich das Alters- und Gesundheitszentrum Tägerhalde zu einem neuen Ort der Begegnung entwickelt. Das wird jetzt mit einer Kulturwoche unter dem Motto «Küsnacht beschwingt die Tägerhalde» gefeiert. Auf dem Programm stehen täglich Anlässe mit lokalem Bezug. So haben auch die vier Künstlerinnen, die (noch bis Ende Juli) im Veranstaltungssaal und im Innenhof ihre Werke zeigen, in irgendeiner Form mit Küsnacht zu tun. Wie, das erzählten sie an der Vernissage im Gespräch mit Heimleiter Hansjörg Weber.

Blumenpracht und metallene Poesie
Claudia Bischofberger etwa ist hier aufgewachsen und immer noch über ihren Vater Eugen Voss mit Küsnacht verbunden. Für ihre abstrakten, formal und farblich ausbalancierten Mobiles lässt sie sich von Pflanzen – «ob rauf- oder runterwachsend» – inspirieren. Auch Annemarie Rüegg-Gräflein hat ihre Wurzeln im Dorf: Ihr Grossvater war der «Orangen-Baumann». Die Künstlerin malt grossformatige Ölbilder mit floralen Motiven, die einem mit ihrer lebensfrohen Farbenpracht irgendwie das Herz öffnen. Befragt zu ihrem impressionistischen Malstil, sagte sie: «Ich kann meine Gefühle nicht anders ausdrücken.»
Renata Schalcher ist ebenfalls in Küsnacht aufgewachsen und wohnt noch heute hier. «Ich kenne nichts anderes », witzelte die Plastikerin und Kulturpreisträgerin, die ausschliesslich mit Metall arbeitet. Den Hintergrund ihrer sehr harmonisch wirkenden abstrakten Skulpturen bildet die Auseinandersetzung mit fernöstlichen Philosophien und mit der Natur, in der sie sich sehr oft aufhält. Die Vierte im Bunde, Arian Zeller, lebt seit über 20 Jahren in Küsnacht. Die Malerin und Kunsttherapeutin, die sich ehrenamtlich um die Geschicke der Galerie im Höchhuus kümmert, stellt in der Tägerhalde Bilder zum Thema Kommunikation und soziale Medien aus. Zentral für Zeller beim Arbeiten ist der malerische Prozess, das Experimentieren.
Die Vernissage wurde musikalisch charmant umrahmt vom Zürcher Musiklehrer und Konzertsolisten Istvan- Zsolt Nagy (Querflöte), der Küsnachter Psychiaterin und Hobbymusikerin Katharina Schmied Voss (Geige) und ihrem Mann, dem Theologen und Musiker Eugen Voss Schmied (Klavier).

Ausblick auf Rückblick
Unter den Vernissage-Gästen befand sich auch der Ur-Küsnachter Alfred Egli. Der 86-jährige Lokalhistoriker wird zum Abschluss der Kulturwoche bedeutende Küsnachter Persönlichkeiten vorstellen. Etwa 10 bis 15 seien es, die meisten aus dem 18. und 19. Jahrhundert, verriet Egli schon mal. Auch schräge Vögel gebe es darunter oder Persönlichkeiten, die nur kurz in Erscheinung traten. Allen gemeinsam sei aber: «Sie haben etwas bewirkt.» Auch Eglis Referat wird musikalisch umrahmt sein, und zwar von den früheren Küsnachter Kulturpreisträgerinnen Sonja Leutwyler (Mezzosopran) und Astrid Leutwyler (Geige), am Klavier begleitet von Dominique Bertschinger.



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