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05.07.2017 Von: Franziska Jud

Zürich 2

Lösung für das Verkehrschaos?


Gefährliche Manöver auf der Seestrasse: Die Stadt will solche Situationen durch ein definitives Halteverbot künftig verhindern. (Bild: Franziska Jud)

Bei der Swiss International School sorgen Eltern regelmässig für gefährliche Situationen. Jetzt plant die Stadt eine Regeländerung, die aber auch Anwohner treffen würde.

Seit langem herrscht an der Seestrasse vor der Swiss International School täglich Verkehrschaos. Eltern, die ihre Kinder zur Schule bringen oder abholen, stellen ihre Autos auf dem Trottoir ab, was zu Konflikten mit den Anwohnern führt («Zürich 2» berichtete). Tagesanzeiger.ch schrieb sogar von Schlägen auf die Motorhaube eines Porsche-Fahrers. Am Montag kam es zum Streit zwischen drei Handwerkern und einer Mutter, da diese bei der Anfahrt mit dem Handwerker-Lieferwagen zusammen-gestossen war. Schon länger versucht die Schule, mit organisatorischen Massnahmen das Problem zu beheben. Kinder müssen auf dem Pausenplatz warten und werden zur Strasse geschickt, wenn die Eltern ankommen. Zur Koordination stehen Personen in gelben Leuchtwesten an der Strasse, die per Funkgerät durchgeben, wessen Eltern anwesend sind.
Das scheint aber wenig zu nützen. Bewohner des Quartiers haben sich wiederholt bei der Stadt über die Situation beschwert, bis vor kurzem beabsichtigte die Stadt jedoch keine Regeländerung. Stattdessen empfahl sie Anwohnern, sich bei der Stadtpolizei zu melden, wenn Fahrzeuge auf dem Trottoir parkiert werden. Seit 2009 war es erlaubt, Kinder im Halteverbot ein- und aussteigen zu lassen. Jetzt plant die Stadt aber ein härteres Durchgreifen: Im «Tagblatt» wurde vor kurzem der Entscheid publiziert, das Ein- und Aussteigen vor der Schule ganz zu verbieten. Wenn es nach dem Willen der Stadt geht, dürfen Eltern nicht mehr am Strassenrand halten, um ihre Kinder einsteigen zu lassen.

Die Schule schweigt
Die Schule will auf Anfrage die Änderung mit Hinweis aufs laufende Verfahren nicht kommentieren. Die Rekursfrist läuft noch und das Verbot wird daher frühestens während der Sommerferien in Kraft treten. Die Schule verweist stattdessen auf organisatorische Massnahmen, die neben rechtlichen Schritten in Planung seien. Gemäss Hinweisen besteht eine mögliche Lösung: Die Eltern könnten ihr Auto bei der Tennisanlage My-thenquai abstellen und die Kinder zu Fuss fünf Minuten zu den Tennisplätzen gehen. Auch zu dieser Lösung will die Schule keine Auskunft geben. Klar ist jedoch eins: Der Konflikt wird weitergehen. Zumal auch Anwohner unzufrieden sind mit dem vorgesehenen Verbot, denn sie dürften ihr Auto am gegenüberliegenden Strassenrand ebenfalls nicht mehr abstellen.



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