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12.07.2017 Von: Lorenz Steinmann

Zürich 2, Züriberg

Am Seebecken soll am 9. Juni 2018 ein Autorennen stattfinden


Hier im Versicherungsviertel an der Alfred-Escher-Strasse sollen bald (elektrische) Rennautos herumkurven. (Foto: ls.)

Die Organisatoren geben sich nach wie vor bedeckt. Doch so viel ist schon einmal klar: Am Samstag, 9. Juni 2018 sollen – elektrisch betriebene – Rennautos ums Seebecken rasen.

Es ist weniger ein Aufheulen der Motoren als vielmehr ein hohes Surren. Die Rede ist vom weltweit populären Formel-E-Cup, der jeweils in Marrakesch, Paris, Rom und New York haltmacht. Das Spezielle daran ist, dass die Rennboliden zwar wie Formel-1-Rennwagen ausschauen, doch elektrisch angetrieben werden. Das ist wohl auch der Grund, weshalb sich in Zürich eine Gruppe um Gemeinderat Roger Tognella um die Organisation eines Rennens des Formel-E-Cups bemüht. Doch auf Anfrage gibt sich das OK überraschend wortkarg. Gegenüber dem Regionaljournal von Radio SRF erklärte Tognella kürzlich, man sei zurzeit damit beschäftigt, die Details zu klären. Erwartet werden bis zu 50 000 Zuschauer, heisst es von Tognella gegenüber Radio SRF. Bis zum geplanten Autorennen geht es nur noch elf Monate. Laut der Stadt Zürich ist bisher kein Detailgesuch eingetroffen. Die Zeit drängt langsam.  Kommentar: siehe unten.

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Kommentar: Zürcher Formel E: endlich Gas geben

Man muss nicht Benzin im Blut haben, um Autorennen reizvoll zu finden. Und wenn der Antrieb noch elektrisch ist – umso besser! Darum hat die Idee des Vereins e-mobil Züri durchaus seinen Reiz, am Zürcher Seebecken einen Lauf der weltweiten Formel-E-Serie zu organisieren.
Doch warum geben sich die Organisatoren so wortkarg? Ist es die Medienpartnerschaft mit der Blick-Gruppe, welche die Kommunikation hemmt? Ist es darum, weil man selbst nicht so recht an die Durchführung in elf Monaten glaubt? Das OK gibt sich jedenfalls äusserst zurückhaltend und auch die Stadt Zürich agiert defensiv. Euphorie sieht anders aus.
Vom Polizeidepartement heisst es lediglich, das Detailgesuch sei noch nicht eingetroffen. Bisher habe man auf eher unverbindliche Art miteinander korrespondiert.
Wer den auf der Website von e-mobil Züri aufgeschalteten Streckenplan studiert, versteht die Zurückhaltung der Stadt. Schleierhaft scheint, wie die Rennboliden am Bürkliplatz um die Trams herumkurven sollen. Wie all die im Wege stehenden Trottoirs für einen Tag heruntergeschliffen werden sollen. Und welcher der heutigen Gross-Events in Zürich für den Formel-E-Cup weichen soll. Der Ironman? Die Street Parade? Oder gar das Sechseläuten?
Denn Tatsache ist: Umfragen bestätigen, dass die Zürcherinnen und Zürcher keinesfalls mehr Gross-Events in der Zürcher City wollen. Die Übersättigung ist gross. Kein Wunder, fand etwa der Gigathlon vom vergangenen Wochenende fast unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, obwohl die Strecken quer durch Zürich führten.
Ich bin der Idee nach wie vor nicht abgeneigt. Die Schlagzeile «Sébastien Buemi gewinnt Zürcher Formel-E-Premiere» würde dem «Zürich 2» gut anstehen. Nur müsste der Verein e-mobil Züri endlich Gas geben und einen Gang höher schalten.



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