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12.07.2017
Zürich West

Bald doppelt so viele Pendler: SBB bauen für 55 Millionen


Nebst den Treppen führt künftig je ein Lift zu den Gleisen 3 und 4 sowie 6 und 7, ebenso zu den Ausgängen auf beiden Seiten. Visualisierung: zvg.

Die zentrale Unterführung des Bahnhofs Altstetten wird behindertengerecht und dreimal so breit wie bisher, allerdings ohne Läden. Die Arbeiten beginnen im Herbst und dauern drei Jahre.

Thomas Hoffmann

Täglich benutzen 38 000 Reisende den Bahnhof Altstetten. Somit gehöre er zu den Top 20 der Schweiz, schreiben die SBB. Sie rechnen damit, dass sich im rasant wachsenden Quartier die Zahl der Ein- und Aussteigenden bis 2050 fast verdoppelt auf 64 000 pro Tag. Deshalb verbreitern die SBB die Hauptunterführung von 4 auf 12,5 Meter.

Zur Erinnerung: Bisher ist sie nicht behindertengerecht. Wer mit dem Rollstuhl oder einem Kinderwagen auf dem Altstetterplatz oder dem Vulkanplatz steht, kann sie nicht benützen, da nur Treppen hinunterführen. Man muss einen Umweg über die Rampen der westlichen Unterführung nehmen. Das ändert. Von beiden Plätzen fährt künftig je ein Lift in die verbreiterte Unterführung, bestätigt Mediensprecher Oli Dischoe. Und es werde für die Gleise 3/4 und 6/7 je ein neuer Lift in der mittleren Personenunterführung eingebaut. Die Rampen der westlichen Unterführung bleiben bestehen. In der mittleren sind aus Platzgründen keine geplant.

Läden sind in der Personenunterführung nicht vorgesehen. «Aufgrund des Grundwassers», erklärt Dischoe, «ist die Grundfläche der Personenunterführung so gering wie möglich zu halten.»

Während der Bauzeit müssen die Reisenden im Bahnhof Einschränkungen in Kauf nehmen. Die Hauptunterführung wird während über zwei Jahren gesperrt. «Es wird eine provisorische Passerelle östlich der Perrondächer erstellt», erläutert SBB-Sprecher Oli Dischoe. «Voraussichtlich zwischen Herbst 2018 bis Sommer 2020 wird diese alle Gleise überspannen.» Die mittlere Personenunterführung wird während des Baus gesperrt, die Umleitungen für die Reisenden signalisiert. Der genaue Baustart sei zum heutigen Zeitpunkt noch offen.

Keine Ausgänge im Süden geplant

Der Bahnhof Altstetten verfügt über eine westliche Unterführung und die zentrale in der Mitte, jedoch keine östliche in Richtung Europabrücke. Ist dort nun eine vorgesehen? «Der Bau einer Überführung an den östlichen Perronenden wurde in der Studienphase untersucht», schreiben die SBB. «Jedoch wird diese Variante nicht weiter verfolgt, da der primäre Pendlerstrom die mittlere Personenunterführung nutzt, um anschliessend zu den Tram- und Bushaltestellen zu gelangen.» Verlässliche Aussagen zu den Kosten könnten keine gemacht werden. Auch Treppenaufgänge zur Europabrücke kommen für die SBB nicht infrage: «Der Bau von Treppen auf die Europabrücke würde Anpassungen an den Gleis- und Fahrleitungsanlagen sowie aufwendige Verbreiterungsmassnahmen an der Brücke auslösen.»

Höhere Perrons und ein Durchgang

Gleis 1 wird nicht mehr benötigt und zurückgebaut. Im Bereich des heutigen Kiosks ist ein Durchgang durch das Gebäude zum Perron Gleis 2 geplant. In diesem Durchgang sollen die Billettautomaten, Informationsmonitore und Reiseinformationsplakate platziert werden. Beim Umbau erhöhen die SBB zugleich die Perrons der Gleise 2, 6 und 7, sanieren sechs Weichen und passen Fahrstrom- und Elektroanlagen an. Die Kosten betragen insgesamt rund 55 Millionen Franken.



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