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12.07.2017 Von: Annina Just

Küsnachter

Fleisch und Früchte vom Grill für die Fussballerinnen


Trotz Regen motiviert am Werk: Die Spielerinnen des FC Küsnacht und David Geisser beim Aufwärmen. Foto: Roy Matter

Im ersten Teil der Sommerserie grillierte Eventkoch David Geisser mit der Frauenmannschaft des FC Küsnacht. Auf den Rost legte er einen saftigen Schweinshohrücken und eine bunte Auswahl an Früchten und Gemüse.

Nach tagelanger Hitzeperiode zogen ausgerechnet am Abend des ersten Grillevents mit David Geisser erstmals wieder Gewitterwolken über Küsnacht auf. Doch kein Problem für Eventkoch Geisser und seine ersten Gäste, die Frauenmannschaft des FC Küsnacht. Anstatt an einer offenen Grillstelle im Wald fand die Grillade zum Saisonabschluss beim Clubhaus auf dem Fallacher statt.
Auch ein vorgängiges «Plauschmatchchen » mit Fussballfan Geisser liess sich das Team nicht nehmen. Nachdem sich die heftigsten Gewitterzellen vorzogen hatten, wurde also um das erste Bier gekickt. Geisser, als einziger Mann auf dem Platz körperlich, aber nicht unbedingt technisch überlegen, führte sein Team mit mehreren Toren zum Sieg.

Schwein mit Whisky und Honig
Eine Belohnung in Form einer exklusiven Grillade gab es danach aber für alle Spielerinnen wie auch für Trainer Hares Ahmadi, der zwar das Spiel verpasst hatte, dafür pünktlich auf den kulinarischen Teil eintraf. Schliesslich hatte auch er etwas zu feiern: In seiner ersten Saison als Haupttrainer erreichte der 26-Jährige mit dem Team den umkämpften Ligaerhalt. Dies, nachdem die Frauenabteilung in der Winterpause den Zusammenschluss von zwei Teams zu einem beschlossen hatte und von Ahmadi auch noch «Integrationsarbeit » gefordert wurde. Für ein Festessen gab es also genügend Grund. David Geisser legte zum besonderen Anlass einen Schweinshohrücken auf den Grill. Diesen hatte er rund 24 Stunden vorher mit Whisky, Honig und Soja-Sauce mariniert. «Wichtig ist dabei, kein Salz zu verwenden. Salz würde dem Fleisch Wasser entziehen und danach wäre es nicht mehr so saftig», erklärte der Eventkoch und Kochbuchautor. Als Beilage gab es für die Sportlerinnen vitaminreiche Früchte – ebenfalls grilliert. «Ananas und Honigmelonen können super grilliert werden. Am besten werden sie, wenn man sie zuvor etwas mit Olivenöl und Knoblauch mariniert », so der aufstrebende Kochstar. Diese Idee stiess bei einigen Gästen anfänglich auf etwas Skepsis, doch nach der ersten Kostprobe war diese verflogen: ein süss-salziges Geschmackserlebnis, das man gerne mal nachkochen möchte – darüber war man sich einig. Zum saftigen Fleisch mit grillierten Früchten und Gemüse servierte Geisser einen Mango- Feta-Salat mit Frühlingszwiebeln, der ganz besonders Anklang fand. «Der ist wirklich in fünf bis zehn Minuten gemacht», betonte der 27-jährige Koch. Ein Versprechen, das man ihm nicht ganz abnahm.

Für den Papst gekickt
Zuvor hatte Geisser – während er mit einer beeindruckenden Gelassenheit Fleisch und Beilagen auf dem Grill wendete – von seiner Zeit als fussballerische Vertretung des Papsts erzählt. Während er als Schweizergardist im Einsatz war, gehörte er nämlich der Nationalmannschaft des Vatikans an. «Wir wurden ins Ernst-Happel- Stadion in Wien eingeladen oder durften ein Benefiz-Spiel im Stadion von Borussia Mönchengladbach austragen. Das waren unvergessliche Erlebnisse. »
Geissers Zeit im Vatikan hat aber auch karrieremässig Spuren hinterlassen: Dort entstand nämlich sein drittes Kochbuch «Buon Appetito, Guardia Svizzera», das ihm viele Türen geöffnet hat. Insbesondere in den USA ist der Küsnachter dadurch zum gefeierten Kochstar geworden. Als er den Küsnachter Fussballerinnen von den TV-Auftritten bei den berühmtesten Talkmastern der USA erzählte, blieb einigen Zuhörerinnen der Mund offen stehen und überrascht entgegnete eine: «Dafür bist du aber ganz schön bescheiden geblieben. » Sagte es und ging wieder nach drinnen, ins trockene Clubhaus, wo die Leckereien auf den Tischen warteten.
Nach dem intensiven Fussballspiel war es schliesslich erste Priorität, den Hunger zu stillen.



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