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12.07.2017
Zürich West

Revisor: «In zwei Jahren kein Geld mehr»


Quartiervereinspräsident Helmuth Werner (r.) im Gespräch mit Vizepräsident Thomas Zeller und Tobias Dürst (l.) seit Oktober der Kassier. Foto: ho.

Erneut ein grösseres Defizit als geplant: Der Vorstand des Quartiervereins Zürich 5 Industriequartier muss eine Budgetkontrolle einführen.

Thomas Hoffmann

Als am Montag um 18.30 Uhr die ersten Mitglieder zum Apéro riche im Alterszentrum Limmat eintrafen, ahnten sie nicht, dass es fast vier Stunden dauern würde, bis die Generalversammlung des Quartiervereins zu Ende ist. Zwei Themen gaben zu reden: die Defizite und die Statuten.

Defizit von 12 200 statt 3200 Fr.

Für das Jahr 2016 war ein Defizit von 3200 Franken budgetiert, doch es fiel mit 12 200 Franken viel höher aus. Im Vorjahr sei es ähnlich gewesen. «Wir hatten angeregt, Inserat- und Druckkosten zu überprüfen», rief Revisor Robert Haas in Erinnerung. Nun habe man sie erneut überschritten. «Dass man Bemerkungen im Revisionsbericht ignoriert, hat mich irritiert», betonte Haas, der dennoch dafür plädierte, Rechnung und Budget zu genehmigen, aber mit klarer Auflage: «Der Vorstand ist zu verpflichten, ab sofort eine effiziente Budgetkontrolle einzuführen.» In dem Sinne genehmigten die über 30 Stimmberechtigten beide Geschäfte. Der Revisor hat vorher noch gewarnt: «Wenn es so weitergeht, hat der Verein in zwei Jahren kein Geld mehr.»

Website soll sparen helfen

Die Finanzdebatte drehte sich auch um die neue Website des Quartiervereins. Von ihr erhofft man sich, Porto- und Werbekosten sparen zu können. Jene Website, die es zusammen mit der Stadt gegeben hatte, wurde von ihr aufgelöst. Und jene des Quartiervereins mit der Adresse qv5.ch, die im letzten Jahr vorgestellt wurde, war nur eine Zwischenlösung, wie Webmaster Stefan Urech an der GV sagte. Momentan baue er eine neue auf unter chreis5.info.

GV-Termin drei Monate vorher

Für noch regere Debatten sorgten die neuen Statuten. Vizepräsident Thomas Zeller hat sie aufgrund der Vorlagen von «Vitamin B» und mithilfe von zwei Quartiervereinen ausgearbeitet. Kritik gab es, weil die Statuten erst am GV-Abend verteilt wurden. Nachdem man sie knapp angenommen hatte, gab es gleich drei Änderungen. Neu muss der Termin der GV drei Monate vorher bekannt sein und die Einladung drei Wochen vorher erfolgen. Über Beitrittsgesuche muss der Vorstand nun innert drei Monaten entscheiden und diese begründen, ebenso bei Ausschlüssen. Erstaunt hat ein Mitglied, dass der Vorstand gemäss Statuten ein Sitzungsgeld und eine pauschale Vergütung erhält.

Ob der Diskussionen ging es fast unter, dass der Quartierverein jedes Jahr gegen 20 Anlässe organisiert, die von 2800 Personen besucht werden. Dazu gehören der grosse Kinderfasnachtsumzug, das Kerzenziehen, die Quartierweihnacht, das Street-Soccer-Turnier und der Räbeliechtliumzug. «Wenn man die glänzenden Augen der Kinder sieht, rechtfertigt es den Aufwand», schwärmte Helmuth Werner, während eine Bilderschau die Anlässe Revue passieren liess. Maximal zehn dieser Anlässe unterstützt die Stadt mit je 600 Franken. Als «grössten Hit in 40 Jahren Quartierverein» bezeichnete der Präsident die Hilfe für den Verein Kiosk Josefwiese. Wegen Bauarbeiten hatte man ihm den Lagerraum gekündigt. Daher hätte er sein Angebot reduzieren müssen. «In intensiven Gesprächen mit vier Departementen gelang es mir in vier Wochen, eine Lösung zu finden», berichtete Werner.



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