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27.07.2017 Von: Annina Just

Küsnachter, Küsnachter Amtlich

Durchkreuzt SBB Pläne der Gemeinde?


Das Bahnhofsgebäude muss saniert werden. Gleichzeitig plant die SBB

Die SBB plant die Sanierung des Küsnachter Bahnhofgebäudes. Gleichzeitig will sie das Erdgeschoss um einen Anbau erweitern. Doch dafür braucht es einen Gestaltungsplan. Das letzte Wort hat damit die Gemeindeversammlung.

Das Bahnhofsgebäude in Küsnacht ist in die Jahre gekommen. «Die Lebensdauer diverser Gebäudeteile ist erreicht und Leitungen müssen dringendst saniert werden», erklärt SBBMediensprecherin Fanziska Frey, weshalb die SBB eine Sanierung des Küsnachter Bahnhofsgebäudes plant. Das Projekt geht aus den aktuellen amtlichen Anzeigen hervor. Der Bauausschreibung ist jedoch auch zu entnehmen, dass zusätzlich zur Sanierung ein Anbau und eine Teilumnutzung des Gebäudes geplant sind. Pikant daran: Bei der Gemeinde Küsnacht wusste man noch nichts davon. Weder Gemeindepräsident Markus Ernst (FDP) noch die Baukommission hatten bis zur Anfrage des «Küsnachters» Kenntnis vom Projekt.

Gemeinde vom Projekt überrascht
Dieses Vorgehen überrascht aus zwei Gründen: Erstens befindet sich das Bahnhofsgebäude auf einem Perimeter mit Gestaltungsplanpflicht. Das würde bedeuten, dass die SBB einen Gestaltungsplan ausarbeiten und diesen der Gemeindeversammlung vorlegen müsste. Zweitens bekundete die Gemeinde seit längerem Interesse daran, das an das Bahnhofsgebäude anschliessende SBB-Areal zu erwerben. Aus diesem Grund befand sich die Gemeinde auch im Gespräch mit der SBB. Sowohl die Baukommission, wie auch der Gemeindepräsident zeigten sich über diese Pläne überrascht. «Grundsätzlich gehe ich aber davon aus, dass die SBB weiss, was sie tut», kommentiert Ernst das Vorgehen der SBB. Vom Bahnunternehmen war bis Redaktionsschluss keine Stellungnahme betreffend Gestaltungsplan zu erhalten. Es scheint, als wäre man sich der Gestaltungsplanpflicht noch nicht bewusst gewesen, dann laut Mediensprecherin Frey rechnet man mit einem Baustart anfangs 2018 – sofern das Baubewilligungsverfahren bis dann über die Bühne sei. Dies ist ein Zeithorizont, der mit der Ausarbeitung eines Gestaltungsplans und der Abstimmung wohl nur schwer einzuhalten ist.
Wie Frey ausführte, soll der Anbau zürichseitig zu liegen kommen und das Erdgeschoss um 50 Quadratmeter erweitern. Diese neu gewonnene Fläche soll laut der SBB-Sprecherin kommerziell genutzt werden. «Welche Nutzung das sein wird, ist zum momentanen Zeitpunkt noch nicht klar», hält sie fest.

Thai-Shop muss weichen
Sicher ist jedoch, dass sich dort in Zukunft nicht mehr der thailändische Take-away-Shop «Thai-away» befinden wird. Die SBB hat Inhaberin Bamrung Sutcliffe gekündigt. Ihr Take-away-Shop, der jetzt an dieser Stelle eingemietet ist, muss per Ende September schliessen. Eine Neueröffnung an einem anderen Standort plant Sutcliffe nicht. «Die Investitionen wären zu hoch», so die Takeaway- Betreiberin.
Für den Kiosk sowie für die SBB-Verkaufsstelle soll gemäss Sprecherin Frey während der rund einjährigen Bauphase ein Provisorium installiert werden.
Ab heute Donnerstag liegen die Bauakten für 20 Tage bei der Gemeinde Küsnacht auf.



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