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09.08.2017 Von: Pia Meier

Zürich Nord

Abschluss des «alten» Oerlikons


Foto: pm.

Das Restaurant Baumgarten an der Franklinstrasse 41 in Oerlikon soll abgerissen werden. Geplant ist ein Neubau mit Wohnungen, Büros und Gewerbe.

Das Restaurant Baumgarten bei der Kreuzung Hofwiesen-/Franklinstrasse ist ein prominentes Gebäude. Trotzdem steht es nicht unter Denkmalschutz. Historisch ist nicht viel über das Gebäude bekannt. «Es stand schon immer dort», halten ältere Oerliker auf Anfrage fest. «Wahrscheinlich diente es als Raststätte, denn es liegt am Verkehrsweg, das heisst beim alten Übergang des Bahnhofs Oerlikon», erläutert Peter Gloor, Präsident des Ortsgeschichtlichen Vereins Oerlikon. Der Bahnübergang bei der Station Oerlikon bildete bis 1908 für die Passagiere der ZOS-Linie eine markante Trennstelle, denn sie mussten aus dem Tram aussteigen, um die Gleise zu Fuss zu queren. Im Restaurant Baumgarten fanden einige Anlässe statt, so wurde dort zum Beispiel 1942 die Baugenossenschaft Glattal gegründet. Fest steht, das Restaurant gehört zu den ältesten Lokalen von Oerlikon. Es war entsprechend sehr rustikal eingerichtet und verfügte über Dart und andere Spiele. Nachdem der Restaurantbetrieb aufgegeben worden war, befand sich ein Brockenhaus im Gebäude.
In der Zwischenzeit sieht die Liegenschaft allerdings sehr heruntergekommen aus. Dies auch wegen eines Brandes im Innern. Darauf hätte man das Gebäude aufwendig restaurieren müssen.


Traditionelles Gebäude
Nach mehreren Anläufen soll es nun durch einen Neubau ersetzt werden, dies gemäss Ausschreibung im «Tagblatt der Stadt Zürich». «Wir planen ein schönes, traditionelles Gebäude mit Giebeldach, welche den alten Teil des Quartiers abschliesst», hält Projektverfasser und Architekt Marco Notinelli aus Oerlikon auf Anfrage fest. «Wir planen keine Effekthascherei.» Die Kreuzung Hofwiesen-/Franklin-strasse sei sehr schwierig, nicht nur wegen des geplanten Hochhauses der SBB. Auch Tram und Züge seien eine Herausforderung. Vorgesehen sind, neben dem Erdgeschoss, fünf Obergeschosse und zwei Dachgeschosse. Man hätte mehr bauen können, so Notinelli. Er bedauert, dass es nach hinten nach wie vor eine Baulücke gibt. Gerne hätte man die Nachbarliegenschaft ins Projekt miteinbezogen.

Insgesamt sind 35 Kleinwohnungen sowie 8 Büros vorgesehen. Wegen des Lärms befinden sich die Wohnungen gegen den Hof. Auf der Strassenseite sind die Büros. Welcher Laden ins Erdgeschoss zieht, ist offen. Eine Tiefgarage ist vorgesehen. Mit dem Abbruch und dem Neubau soll sobald wie möglich begonnen werden, wahrscheinlich 2018.



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