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09.08.2017 Von: Lorenz Steinmann

Zürich West, Zürich 2

Vorerst kein Sichtschutz für den FCZ


Hier auf der Allmend trainiert der FCZ sicher noch zwei bis drei Jahre. (Foto: Lisa Maire)

Laute Baumaschinen prägen zurzeit das Bild der Fussballplätze auf der Allmend. Auf Anfrage bestätigt Hermann Schumacher vom Sportamt, dass man für 1,67 Millionen Franken ein Fussballfeld tauglich mache für 2.-Liga-Interregional-Spiele. Getragen werden die Kosten von der städtischen Dienstabteilung Grün Stadt Zürich. «Es gibt einen Standard-Fussballplatz nach den Vorgaben des Schweizerischen Fussballverbandes», so der stellvertretende Direktor des Sportamts. Installiert wird auch eine Beleuchtungsanlage. Warum? «Damit können wir abends dringend benötigte zusätzliche Trainingsstunden anbieten, insbesondere im Frühjahr und Herbst», so Schumacher.

Doch eine geplante Investition wurde pikanterweise zurückgestellt: Gemäss Baugesuch war auch ein drei Meter hoher Sichtschutz für das benachbarte Trainingsfeld des FC Zürich vorgesehen. Allein eine Längsseite war mit 30 000 Franken kalkuliert – zumindest teilweise bezahlt aus der Stadtkasse. Daraus wird nun vorderhand nichts, wie Schumacher auf Anfrage von «Zürich West» bestätigt.

Keine Abstrafung der Stadt

Grund: Der FC Zürich will bekanntlich lieber heute als morgen einen Trainingscampus in Schwamendingen errichten. Dann würden jegliche Investitionen in der Allmend obsolet. Dumm nur, dass der FCZ unter der Führung von Ancilla Canepa kürzlich im Alleingang an die Öffentlichkeit trat mit seiner Campus-Idee, ohne die Stadt Zürich genügend einzubinden. Darauf angesprochen widerspricht Schumacher deutlich. Von einer Abstrafung könne überhaupt keine Rede sein. Der vorläufige Verzicht auf die fixe Installation eines Sichtschutzes basiere einzig auf einer Kosten/Nutzen-Überlegung. Schumacher: «Der FCZ beruft sich bei seinem geplanten Campus auf zwei frühere Stadtratsbeschlüsse, was im Prinzip korrekt ist.» Man sei nun zuversichtlich, dass es mit dem Campus klappe. Wegen der komplizierten Zuständigkeiten und baulichen Abläufe rechne man mit etwa zwei bis drei Jahren, bis der Campus bereit sei.

Und der geplante Sichtschutz? Dem Vernehmen nach wollte FCZ-Trainer Uli Forte diesen Sichtschutz, weil Vertreter von gegnerischen Teams immer öfters Trainings verfolgten und sich die Teams damit besser auf das Spiel des Stadtklubs einstellen konnten. Zwar werden vor allem Abschlusstrainings des FCZ oft für geheim erklärt, doch die Allmend ist und bleibt ein offenes Gelände. Andere Klubs haben es da einfacher. Basel, Thun oder St. Gallen können das eigene Stadion benutzen, der Grasshopper-Club kann in Nieder-hasli bei Bedarf ebenfalls unter Ausschluss fremder Blicke trainieren.

Variante «fix» oder «flex»

Wie läufts nun weiter auf der Allmend? Bleibt der FCZ auf seinen Punkten kleben, weil die Gegner stets über Uli Fortes Taktik informiert sind? Hermann Schumacher versichert, man werde versuchen, eine günstigere und einfachere Lösung zu finden. «Momentan evaluieren wir zwei Varianten – fix oder flex.» Zudem präzisiert er, dass das jetzt laufende Projekt nur eine Sichtschutz-Seite vorsah, jedoch mit der Absicht, später die drei anderen Seiten ebenfalls noch zu schliessen. «Die momentan laufende Lösungssuche schliesst alle vier Seiten ein», so Schumacher. Bis Redaktionsschluss war vom FCZ keine Stellungnahme zu erhalten.



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