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30.08.2017 Von: Ronny Widmer und Pascale Minor

Züriberg, Zürich 2, Zürich Nord, Zürich West

Rekord: 80 000 feiern am Zürich Open Air


Auch nach zehn Jahren Bühnenpräsenz noch voll im Saft: Mumford & Sons, im Bild Ben Lovett und Marcus Mumford, zeigten sich spielfreudig. Foto: Ronny Widmer

Das Zürich Open Air gehört zu den Grossen in der Schweiz. 80 000 kamen heuer – so viele wie noch nie. Acts der Superlative und eine gemütliche Atmosphäre nahmen das Publikum mit auf eine Reise in eine andere Welt.

Die Organisatoren des Zürich Open Airs legten ein weiteres Mal grossen Wert auf ein ausgewogenes musikalisches Angebot: Newcomer wie Mac Demarco, Pumarosa und Noga Erez teilten die Bühnen mit etablierten Grössen der Musikszene. Das letzte grosse Festival der Saison lässt sich musikalisch nach wie vor nicht in eine Schublade zwängen. «Mir gefallen viele verschiedene Musikrichtungen. Mal will ich tanzen, mal lieber verträumt meine Gedanken schweifen lassen. Deshalb bin ich jedes Jahr aufs Neue vom Line-up begeistert», sagt Festivalbesucherin Hanna, die noch keine Ausgabe des Zürich Open Airs verpasst hat.

Sturm: Konzerte fallen ins Wasser
Als Headliner des Eröffnungsabends lieferten Mumford & Sons eine überzeugende Show. Mit ihren Folk-Hymnen, wie etwa «Little Lion Man» und «The Cave», liess die sympathische Band um Marcus Mumford die Herzen des Publikums bis in die letzte Reihe höherschlagen. Was die Band so besonders macht: Obwohl sie seit bald zehn Jahren im Rampenlicht steht, scheint sie der Bühne nie müde zu werden und zeigt eine Spielfreude, wie sie nur selten zu sehen ist. Nach dem reibungslosen Start des Festivals am Mittwoch stellte der Donnerstagabend die Organisatoren vor Herausforderungen. Aufgrund eines Sturms, der mit über 80 km/h über das Gelände fegte, mussten zwei Konzerte abgesagt werden. Besonders der Ausfall der Indierock-Band The Kooks – Headliner des zweiten Abends – sorgte für erhitzte Gemüter. Spätestens beim Gig des Drum and Bass Acts Pendulum live war die Enttäuschung jedoch verfolgen.

Bands als Dauergäste
Trotz dem unerwartet schlechten Wetter am Donnerstag konnte das Zürich Open Air 2017 ein Rekordjahr verzeichnen. 80 000 Besucher pilgerten zum Festival in Rümlang und genossen die entspannte Atmosphäre, das gute Essen an den knapp 30 Food-Ständen und die Konzerte der handverlesenen Bands. Aber nicht nur Besucher scheinen vom Zürich Open Air überzeugt zu sein. Denn jedes Jahr findet man verschiedenste hochkarätige Bands im Line-up, die beim Festival schon als Dauergäste bezeichnet werden können. So heizten Interpol, The XX und The Prodigy zum wiederholten Mal den Fans ein.

Zelte landen im Abfall
Bei den riesigen Besuchermengen können grosse Abfallmengen unmöglich vermieden werden. Das Zürich Open Air setzt seit Jahren auf seine bewährte Abfallstrategie und verbessert diese fortlaufend. Nur in der Verwertung zurückgelassener Zelte macht das Festival einen Schritt zurück: Während diese in den vergangenen Jahren an gemeinnützige Organisationen weitergegeben wurden, landen sie dieses Jahr direkt im Abfall. Erfreulich war der Einsatz der bargeldlosen Bezahlung auf dem Festivalgelände. Seit das Cashless-System vor einigen Jahren am Zürich Open Air eingeführt wurde, hatten die Organisatoren immer wieder mit Pannen zu kämpfen. Bei dieser Ausgabe lief zum ersten Mal alles nach Plan – abgesehen von einigen Wartezeiten am Cash-Desk, die das gut gelaunte Publikum jedoch gern verzieh.



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