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30.08.2017 Von: Pia Meier

Zürich Nord

Stadt beharrt auf Standort Pausenplatz


Der geplante dreistöckige Pavillon versperrt viel Pausenplatz. Foto: pm.

Das Schulhaus Allenmoos in Unterstrass muss vergrössert werden. Deshalb plant die Stadt einen dreistöckigen Pavillon auf dem Pausenplatz. Mehr Kinder, weniger Pausenplatz: Das stösst bei Lehrern und Eltern sauer auf. Kürzlich fand ein Gespräch mit allen Beteiligten statt.

Auf dem Pausenplatz der Schulanlage Allenmoos soll gemäss Aussteckung ein dreistöckiger Pavillon erstellt werden. Grund ist, dass als Folge der grossen Bautätigkeit in diesem Gebiet in den nächsten drei Jahren die Zahl der Schülerinnen und Schüler von heute rund 330 auf 400 ansteigen wird. Dann wird es im Schulhaus anstatt 10 neu 15 Klassen geben. Im Herbst 2018 soll der neue Pavillon bezugsbereit sein. Bis zu 20 Jahre lang soll er stehen bleiben. Wie auf einer Tafel vor Ort erläutert wird, habe sich dieser Standort aus Sicht aller Beteiligten als der beste erwiesen. Dies, obwohl sich die Schulleitung nicht glücklich zeigte. Sie begründet dies damit, dass den Schülern viel Platz für Bewegung genommen wird und dies erst noch im Hinblick darauf, dass in Zukunft mehr Schüler das «Allenmoos» besuchen werden. Das Elternforum hat vor den Sommerferien eine Petition lanciert. Darin forderte es, dass der Pavillon nicht auf dem Pausenplatz zu stehen kommt. Sie wurde innert Kürze von 150 Eltern unterschrieben.

Andere Ausrichtung
In der letzten Ferienwoche fand ein Gespräch mit allen Beteiligten wie Kreisschulpflege, Immobilien Stadt Zürich, Amt für Hochbauten, Schulamt, Schulleitung und Elternforum statt. Dabei wurde ganz klar festgehalten, dass die Stadt auf dem geplanten Standort für den Pavillon beharrt. Auch wurde betont, dass der Bau des Pavillons eilt. Ein neuer Standort mit erneuter Baueingabe komme deshalb nicht infrage. Daher macht sich Philipp Vetter vom Elternforum nicht viele Hoffnungen auf eine andere Lösung als den Pausenplatz. «Es ist bedauerlich, dass wir als Eltern erst vom Pavillon erfuhren, als der Standort Pausenplatz bereits definitiv entschieden war.»

Weiter wurde festgehalten, dass der neue Pavillon noch in diesem Jahr bestellt werden müsse, denn es könnten nur sechs Pavillons pro Jahr bestellt werden. Im nächsten Jahr seien diese bereits anderweitig verplant.

Weil die Stadt nicht auf Wünsche bezüglich anderem Standort einging, wurde anlässlich des Gesprächs das Anliegen geäussert, dass der neue Pavillon auf dem Pausenplatz um 90 Grad gedreht wird, damit der Platz nicht zweigeteilt wird. Dies wird nun geprüft.

Parkplatz prüfen
Auch wurde von den Betroffenen der Wunsch geäussert, dass eine Platzierung des Pavillons auf dem Parkplatz geprüft wird. Der Kredit über 3,2 Millionen Franken ist vom Gemeinderat noch nicht bewilligt. Gemeinderat Walter Angst (AL) hält fest: «Wegen Stützmauern käme die Platzierung auf den Parkplätzen zwar teurer. Zudem müsste man die Parkierung neu regeln und könnte nur zweistöckig bauen.» Eine andere Möglichkeit wäre der Sportplatz neben dem Hort. Beide Varianten seien mit etwas gutem Willen realisierbar, so Angst. Den Standortentscheid werde der Gemeinderat fällen.

Die Grünen haben im Gemeinderat ein Postulat eingereicht. Sie fordern, dass geprüft wird, ob die Anzahl Parkplätze auf Schularealen, auf denen ein Pavillon steht, zugunsten von Freiraum reduziert werden kann.



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