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06.09.2017 Von: Lisa Maire

Züriberg

Beim Kispi-Neubau in der Lengg geht’s vorwärts


Mehr Platz, Licht und Wohnlichkeit: Das neue Kinderspital auf dem südlichen Bauareal; rechts der künftige Rundbau für Forschung und Lehre auf dem nördlichen Arealteil. Visualisierung: zvg.

Das Neubauprojekt des Kinderspitals kommt in die Gänge: Der Rekurs gegen den Gestaltungsplan ist vom Tisch, das Baugesuch eingereicht, der Spatenstich auf den nächsten Frühling geplant.

Letzte Woche präsentierten die Eleonorenstiftung und weitere Projektverantwortliche das Detailprojekt und den Zeitplan. Das Projekt befinde sich endlich auf der Zielgeraden, freute sich Stiftungspräsident Martin Vollenwyder. Die Projektplanung wurde zwar Ende 2016 abgeschlossen, ein Rekurs zweier Nachbarn blockierte jedoch das Baugesuch. Inzwischen hat das Baurekursgericht diese Einsprache gegen den Gestaltungsplan abgewiesen, sodass er Ende September rechtskräftig werden kann. Die Profile auf dem Baugelände zwischen Burghölzli und Schulthess Klinik sind bereits ausgesteckt, und die Baubewilligung wird Ende Oktober erwartet. Falls es keine weiteren Rekurse gibt, starten die Bauarbeiten im Frühling 2018, und Ende 2022 soll das neue Kispi dann bezugsbereit sein.

Kispi-Stadt mit Quartieren
Gemäss dem detaillierten Projekt des Architekturbüros Herzog & de Meuron entsteht auf dem Areal Süd ein dreigeschossiger Spitalbau aus Holz, der um zahlreiche begrünte Innenhöfe herum organisiert ist. Auf dem Areal Nord ist ein siebengeschossiges Forschungszentrum als kompakter Rundbau geplant. Das neue Spital, so Architektin Christine Binswanger von Herzog & de Meuron, funktioniere wie eine kleine Stadt, wobei die einzelnen Funktionsbereiche als Quartiere gesehen werden könnten. Erreichbar sind diese Quartiere über eine Art Hauptstrasse auf jedem Geschoss.
Im Parterre befinden sich neben dem grossen Eingangshof ein Restaurant sowie Untersuchungs- und Behandlungsbereiche inklusive Notfall, Intensivpflegestationen und OPs sowie die Zugänge zu den Therapiebereichen im Untergeschoss, die direkte Bezüge zum Garten haben. Beidseits der «Hauptstrasse» im ersten Obergeschoss sind weitere Teile der Poliklinik (rund 600 Arbeitsplätze für Medizin und Verwaltung) angeordnet.

Zimmerhäuschen «on the top»
Im Dachgeschoss werden vier Bettenstationen mit 114 Zimmern gebaut. Jedes Zimmer kommt als kleines Haus mit eigenem Dach daher, hat raumhohe Fenster und ist genug gross für Rooming-in von Angehörigen – was im heutigen Kispi nur beschränkt möglich ist. Auf der gleichen Etage gibt es zudem vier therapeutische Zentren, wo Kinder und Jugendliche disziplinübergreifend betreut werden.
Der Kostenrahmen von rund 600 Millionen Franken kann gemäss den Projektverantwortlichen auch mit der fortgeschrittenen Detailplanung eingehalten werden. Damit bleibe die Finanzierung über zwei Banken, ein Darlehen des Kantons sowie Sponsoren und Mäzene weitgehend gesichert, hiess es. Die Grösse und die hohe Komplexität des Bauvorhabens führen allerdings dazu, dass die Bauzeit etwa ein Jahr länger dauern wird als ursprünglich vorgesehen. «Es werden insgesamt 12 Krananlagen auf dem Baugelände stehen», verdeutlichte Françoise de Fries, Leiterin Steuerung Bau bei der Eleonorenstiftung, die Projektdimensionen.
Beim Kispi-Neubau wird das höchste Qualitätslabel Platin der Schweizer Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft (SGNI) angestrebt. Eine Vorzertifizierung liegt bereits vor.



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