Züriberg Zürich 2 Zürich Nord Zürich West Zürich West mit Quartierecho Küsnachter Küsnachter Amtlich
07.09.2017 Von: Annina Just

Küsnachter, Küsnachter Amtlich

Bevölkerung wünscht kein neues Grossprojekt


Ein «grosser Wurf» ist hier von der Bevölkerung nicht gewünscht. Foto: Archiv/aj.

Nun liegen die Ergebnisse der Bevölkerungsbefragung der Gemeinde Küsnacht vor. Sie zeigen, dass Küsnachter und Küsnachterinnen nur leichte Veränderungen auf dem Areal Zürichstrasse wünschen.

Mit einer Bevölkerungsbefragung wollte die Gemeinde Küsnacht Erkenntnisse zum Abstimmungsresultat über die beiden Zentrumsprojekte gewinnen. Wie die Gemeinde am Montag in einer Mediemitteilung bekannt gibt, liegt nun der vollständige Schlussbericht vor.
Die Umfrage gibt zum einen Aufschluss bezüglich des Grunds für die Ablehnung des Projekts «Zentrumsentwicklung »: Es ist «einerseits an den Kosten, andererseits an den sehr unterschiedlichen Vorstellungen und Wünschen der Bevölkerung für das Areal Parkplatz Zürichstrasse, welche mit dem Projekt nicht unter einen Hut gebracht werden konnten, gescheitert», heisst es in der Mitteilung. Lediglich ein Drittel derjenigen Befragten, welche das Projekt Zentrumsentwicklung abgelehnt hatten, würden keinen Änderungsbedarf sehen. Die weiteren Befragten hätten das Projekt vor allem deshalb abgelehnt, weil sie keinen Gefallen daran fanden oder die zu hohen Kosten bemängelten. Den Grund für den Stimmungsumschwung sieht ein grosser Teil der Befragten in einem schlechten Kosten-Nutzen-Verhältnis. «Mehr als die Hälfte der Befragten war zudem der Ansicht, dass Bedenken wegen einer Steuererhöhung, Befürchtungen wegen des Minikreisels und eine zu lange Bauzeit zu einem veränderten Abstimmungsverhalten geführt hätten», heisst es in der Mitteilung. Auch die Begründung «kein Vertrauen in das Projekt des Gemeinderats » sei verhältnismässig oft genannt worden. Die Auswertung würde vor allem zeigen, «dass die Kampagne gegen das Projekt, aber auch gegen den Gemeinderat, sehr erfolgreich war». Schliesslich seien die kritischen Faktoren Kosten, Bauzeit und Minikreisel bereits bei der Genehmigung des Projektierungskredits bekannt gewesen und hätten im Laufe der Projektierung sogar noch Verbesserungen erfahren (z. B. tiefere Kosten, kürzere Bauzeit).

Minderheit für ein neues Projekt
Die Ergebnisse zum Thema «Zukunft des Areals Parkplatz Zürichstrasse» zeigen zusammengefasst Folgendes: Nur eine Minderheit ist der Ansicht, es müsse ein neues Projekt gestartet werden (43 Prozent, welche dafür oder eher dafür wären). Aber eine noch kleinere Minderheit ist der Ansicht, der Status quo solle beibehalten werden (22 Prozent, welche diese Meinung voll bzw. eher vertreten). Bezüglich Änderungen zum Ist-Zustand habe die Bevölkerung in der Befragung ein starkes Bedürfnis nach einer Verbesserung des Zugangs zu den SBB geäussert. Ausserdem wünsche sie sich eine baldige (leichte) Sanierung des oberirdischen Parkplatzes. Gebäude aller Art sind gemäss der Bevölkerung für die weitere Planung des Areals vorerst nicht weiter zu berücksichtigen.

Sanierung wird angegangen
Wie die Befragung zeigt, sind sich die Küsnachterinnen und Küsnachter auch einig, dass der Dorfplatz von Küsnacht beim Gemeindehaus ist und kein zweiter benötigt wird. Unterirdische Parkplätze beim Bahnhof finden zwar einen verhältnismässig grossen Zuspruch, heute aber noch keine Mehrheit.
Aufgrund der Ergebnisse der Befragung und des grossen Zuspruchs der Stimmbevölkerung zur Sanierung und Erweiterung der SBB-Unterführung in der Abstimmung vom 12. Februar 2017 hat der Gemeinderat bereits im August beschlossen, dieses Projekt der Bevölkerung zur separaten Abstimmung zu unterbreiten («Küsnachter» vom 24. August). Wie es in der Mitteilung heisst, werde dabei auch die notwendige Instandsetzung des Parkplatzareals angegangen. Diese Sanierung erfolgt koordiniert mit den Bauarbeiten für die SBB-Personenunterführung, falls der entsprechende Kredit angenommen wird. Wie Gemeindeschreiberin Catrina Erb Pola erklärt, ist für die leichte Sanierung des Parkplatzes keine Kreditbewilligung durch die Bevölkerung nötig. Dies, weil es sich um eine Massnahme handelt, die dem Werterhalt dient und daher als gebundene Ausgabe gilt.
Die Umfrage hat ausserdem gezeigt, dass weitere Massnahmen zum Parkplatz Zürichstrasse im Moment von einer Mehrheit der Bevölkerung nicht erwünscht sind. Daher werde vorderhand auf solche verzichtet, hält der Gemeinderat fest.
Bei der mittelfristigen Gemeindeentwicklung seien die Ergebnisse der Befragung zu den Themen Bebauung im Dorfzentrum, Dorfplatz und öffentliche Nutzungen zu berücksichtigen. Die Gespräche mit den SBB über den Erwerb des seeseitigen Bahnhofgebiets werden «im Interesse einer langfristigen Planung» aber weitergeführt, so der Gemeinderat.



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