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04.10.2017 Von: Pia Meier

Zürich Nord

Affoltemer wünschen sich ein lebendiges Zentrum und nicht Verkehrsachsen


Foto: pm.

Affoltern soll ein Zentrum erhalten. Interessierte Quartierbewohner können
bei drei Workshops ihre Vorstellungen und Erwartungen einbringen. Beim ersten Workshop wurden Ziele und Anforderungen erarbeitet.

Affoltern hat heute um die 26 000 Einwohnerinnen und Einwohner. Und es wird weiterwachsen, bis es im Jahr 2030 ungefähr 32 000 Einwohner hat. Das historische Zentrum ist der Zehntenhausplatz. Doch heute ist dieser ein Verkehrsknotenpunkt entlang einer der meist befahrenen Verkehrsachsen. Die Quartierbewohner wünschen sich seit langem ein Zentrum. Wie ein solches aussehen soll, erarbeiten verschiedene Abteilungen der Stadt unter Leitung des Amts für Städtebau zusammen mit interessierten Quartierbewohnerinnen und -bewohnern sowie den betroffenen Grundeigentümerinnen und -eigentümern.
Am letzten Samstag fand der erste von drei Workshops statt. Absicht dieses Workshops war es, Ziele für das Zentrum Affoltern zu bestimmen und Anforderungen an die Entwicklung zu formulieren.

Verkehr stört
Begrüsst wurden die um die 70 Anwesenden von Stadtrat André Odermatt. Er hob die Wichtigkeit eines Zentrums für das Quartier hervor und wies auf die zukünftige Entwicklung in Zusammenhang mit dem Tram Affoltern hin. Anschliessend wurde in Gruppen gearbeitet. Themen waren Lieblingsorte der Teilnehmer wie Sportplatz Fronwald, Zehntenhaus oder Kulturbahnhof Affoltern KuBaA. Zu den Schwächen des Quartiers gehören Verkehr, Strassenlärm, Trennwirkung der Wehntalerstrasse, zu wenig ausgebauter öffentlicher Verkehr, mangelnder Mix von Läden, kein Platz für Veranstaltungen und anderes.

Betreffend Gestaltung eines Zentrums Affoltern waren sich die Anwesenden einig. Ein Zentrum braucht ein vielfältiges Angebot an Läden, Verweilmöglichkeiten, einen Platz, einen Spielplatz, ein Café, aber auch Wohnungen. Immer wieder wurde zudem ein Markt genannt. Aber auch das Grün darf nicht fehlen. Man könnte sich einen Park beziehungsweise eine grüne Oase vorstellen. Gerne würde man im Freien sitzen, auf einer Bank oder in einem Restaurant mit Aussenbereich. Neben Läden braucht es Platz für kulturelle Veranstaltungen, Ateliers und Werkstätten.
Der Verkehr war während des ganzen Workshops ein wichtiges Thema. «Menschen vor dem Verkehr, Lösung offen»: Das war die Grundaussage an vielen Tischen. Zu einem Zentrum gehören dafür Tram, sichere Velowege und Fussgängerzonen.

Eine andere Lösung für ein Zentrum etwas weg vom Verkehr auf der Wehntalerstrasse, wäre ein Zentrumsgebiet zwischen Zehntenhausplatz und Bahnhof zu schaffen. Dazu konnten sich einige Teilnehmende auch vorstellen, die Zehntenhausstrasse zu sperren. «Das Zentrum soll attraktiv mit Ausstrahlung sein», fasste eine der Gruppen zusammen. «Unser Ziel ist ein schönes, gemütliches, lebendiges und gleichzeitig urbanes Zentrum für Begegnungen», so eine andere Gruppe.

2. Workshop am 9. Dezember
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Workshops brachten engagiert ihre Kritik, Wünsche und Visionen für ein Zentrum Affoltern ein. Die grosse Mehrheit war zufrieden mit dem Resultat. Die zahlreichen Inputs werden nun von den Planern ausgewertet und beim zweiten Workshop präsentiert. Dieser findet am 9. Dezember statt. Ein dritter Workshop wird am 17. April 2018 durchgeführt. Ziel der Workshops ist ein Leitbild «Zentrum Affoltern» als Grundlage für die zukünftige Planung.

Ein paar Anwesende befürchteten, dass ihre Inputs von den städtischen Vertretern zu wenig ernst genommen werden. Dazu Projektleiter Simon Diggelmann vom Amt für Städtebau: «Das ist sicher nicht so, denn diese Inputs bilden ja die ebenso wertvollen wie notwendigen Grundlagen für die weitere Arbeit. Und auch in den folgenden Workshops stehen immer die gemeinsamen Übereinstimmungen im Vordergrund.» Und weiter: «Unter www.stadt-zuerich.ch/zentrumaffoltern wird der gesamte Prozess transparent dokumentiert, ebenso können sich Interessierte auf dieser Seite für die noch folgenden Workshops zur Mitwirkung anmelden.»



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