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04.10.2017 Von: Pia Meier

Zürich Nord

Neue Tempo-30-Strecken in Zürich Nord


Zehntenhausstrasse in Affoltern. Foto: pm.

Die Stadt hat aus Lärmschutzgründen auf zehn weiteren Strassenabschnitten Tempo 30 eingeführt. Im Gebiet von «Zürich Nord» betrifft dies: Nordstrasse, Köschenrütistrasse und Zehntenhausstrasse.

Im Rahmen der laufenden Strassenlärmsanierung gemäss Lärmschutzverordnung nahm die Dienstabteilung Verkehr Geschwindigkeitsreduktionen von 50 auf 30 Kilometer pro Stunde vor. Die Umsignalisierungen auf insgesamt 27 Strassenabschnitten sind erfolgt. «Dies ist möglich, da das Bundesgericht in einem Zwischenentscheid den noch hängigen Rechtsmitteln gegen die Herabsetzung der Geschwindigkeit keine aufschiebende Wirkung gewährt hat», teilt die Stadt mit. «Die endgültigen Entscheide des Bundesgerichts sind noch ausstehend.»
Auf 17 Strecken wurde bereits im Juli Tempo 30 eingeführt. Ende September folgten weitere 10 Strecken, darunter die Nordstrasse zwischen Stampfenbach- und Kornhausstrasse, die Köschenrütistrasse zwischen Birchstrasse und Katzenbach sowie die Zehntenhausstrasse.

Unterschiedliche Reaktionen
Die jetzigen Massnahmen rufen unterschiedliche Reaktionen hervor, wie dies auch bereits der Fall war, als die ersten Temporeduktionen im Juli realisiert wurden. Eine Kritik der Gegner von Tempo 30 ist, dass der Strassenlärm thematisiert wird, nicht aber der Bahnlärm zum Beispiel in Affoltern. Auf Strecken, auf denen VBZ-Busse fahren, reklamieren einige Buschauffeure, weil dies zu Verspätungen führe. Zufrieden sind allerdings Anwohner. Sie freuen sich, dass nicht mehr so schnell gefahren werden kann und es allgemein weniger lärmig ist.

Stellungnahme VBZ

Eine Nachfrage bei den VBZ hat Folgendes ergeben: «Die VBZ haben die Auswirkungen von Tempo 30 auf den Betrieb des öffentlichen Verkehrs sorgfältig geprüft und haben sich mit der Umsetzung der bisher neuen Tempo-30-Strecken einverstanden erklärt.» Und weiter: «Die Umsetzung basiert auf den durch den Stadtrat genehmigten Konzepten ‹T30 kommunal› und ‹Tempo- und Verkehrsregimes mit öV-Trassierung› und ist somit breit abgestützt.» Die VBZ seien von der für die Signalisation zuständigen Dienstabteilung Verkehr frühzeitig informiert worden.

Keine Fahrplanänderungen
Die zeitlichen Auswirkungen durch Tempo 30 hätten bisher nur theoretisch errechnet werden können. Zudem seien die Verlustzeitschätzungen vergleichsweise gering. «Bei den umgesetzten Streckenabschnitten betragen diese maximal 20 Sekunden pro Umlauf, das heisst auf Hin- und Rückfahrt zusammen. Auf der Zehntenhausstrasse beträgt der rechnerische Zeitverlust sogar nur drei Sekunden pro Umlauf.»
Deshalb hätten die VBZ vorerst darauf verzichtet, die Fahrpläne a priori anzupassen. «Wir werden die entstehenden Fahrplanabweichungen beobachten, unsere Berechnungen verifizieren und gegebenenfalls bei den nächsten Fahrplanänderungen Anpassungen vornehmen. Bei den betroffenen Linien sind jedoch keine Anschlussbrüche zu erwarten.»



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