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11.10.2017 Von: David Herter

Zürich West

Polizei soll E-Bikes am Fischerweg bremsen


Eigentlich ist der Fischerweg für schnelle E-Bikes verboten, doch nicht alle Velofahrer halten sich daran. (Foto: dh.)

An der Limmat geraten sich häufig Velofahrer und Fussgänger in die Haare. Anwohner sehen die E-Bikes als Gefahr auch für Schüler.

Der Platz ist eng auf dem Fischerweg. Auf dem 3,5 Meter breiten Kiesweg müssen Spaziergänger, Kinderwagen, Schüler, Jogger und Hunde aneinander vorbei finden. Auch Velos fahren entlang der Limmat viele – klassische Velos und E-Bikes. Haben Letztere eine gelbe Nummer, gelten sie als Motorrad. Und für Motorräder ist der Fischerweg verboten. Doch längst nicht alle Lenker der schnellsten Elektrovelos halten sich daran.

«Sobald die Sonne scheint, häufen sich die gefährlichen Situationen», sagt Nikolas Wolf von der IG Hardturmquartier (IGH). Vorfälle wie derjenige von Ende September, als eine Joggerin eine 73-Jährige vom Velo stiess und diese sich dabei verletzte, seien zwar Ausnahmen. Zu aggressiven Wortwechseln zwischen E-Bike-Fahrern, Velofahrern und Fussgängern komme es aber regelmässig. Für Schulkinder seien besonders die lautlosen E-Bikes eine Gefahr, sagt Wolf. Deren Weg ins Schulhaus «Am Wasser» kreuzt sich auf dem Fischerweg mit demjenigen der Pendler vom unteren Limmattal ins Stadtzentrum.

Weil die Behörden erst nicht auf Meldungen reagierten, verfasste die IG Hardturmquartier einen Musterbrief an die Kreispolizei. Darin fordern Anwohner und Benutzer die Durchsetzung des Fahrverbotes für E-Bikes auf dem Fischerweg, eine Beschilderung des Wegs als Fussgängerzone mit dem Zusatz «Velofahren gestattet» sowie mehr Präventionsarbeit der Polizei, vor allem an sonnigen Tagen. Die IGH wurde auch selbst tätig. Sie malte auf die geteerten Zubringer zum Fischerweg das Wort «Slow», also «langsam». Bewirkt habe der Schriftzug zwar wenig, sagt Wolf. «Viele Fussgänger, die uns beim Aufmalen zusahen, haben uns aber gesagt: ‹Gut, macht ihr was›.»

Die Stadtpolizei Zürich habe vereinzelte Briefe und Meldungen erhalten und nehme das Anliegen ernst, sagt Mediensprecher Michael Walker. «Wir sehen die Problematik und können die Einschätzung der Anwohner nachvollziehen.» Seien viele Verkehrsteilnehmer auf dem Fischerweg unterwegs, könne es zu heiklen Situationen kommen. Die Polizei prüfe Massnahmen und werde geeignete umsetzen, zum Beispiel mit einer vermehrten Präsenz vor Ort.

Es sei gut, dass die Probleme am Fischerweg endlich erkannt worden seien, sagt Wolf von der IGH. «Wir glauben jedoch, dass man um eine andere Einstufung des Wegs nicht herumkommt, um die Situation nachhaltig zu verbessern.»

Auch Höngg will mehr Kontrollen

Mehr Kontrollen wünschen sich auf der anderen Seite der Limmat auch die Höngger. Dort ist der Kloster-Fahr-Weg eigentlich alleine den Fussgänger vorbehalten. Diesen Sommer habe er trotz dem geltenden absoluten Fahrverbot aber recht häufig Velofahrer auf dem Weg angetroffen, sagt Andreas Egli vom Quartierverein Höngg. Der Verein werde die Polizei wieder einmal bitten, die Velofahrer zu ermahnen oder zu büssen.

Keine Meldungen zu Problemen mit Velofahrern oder E-Bikes entlang der Limmat hat bisher der Quartierverein Wipkingen erhalten.



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