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18.10.2017 Von: Pia Meier

Zürich Nord

Neues Pärkli in Oerlikon unter Beschuss


Bei den Haltestellen Bahnhof Oerlikon Ost entsteht ein kleiner Park zum Queren und zum Verweilen. Aber nicht alle freuen sich. Foto: pm.

Bei der Tram- und Bushaltestelle Bahnhof Oerlikon Ost erstellt die Stadt zurzeit
einen kleinen Park. Dieser dient als Querungsmöglichkeit zwischen den Haltestellen, lädt aber auch zum Verweilen ein. Die Anbindung zum Bahnhof
verbessert er aber nicht.

«Nach Abschluss der Bauarbeiten rund um den Bahnhof Oerlikon wird die ehemalige Installationsfläche im Dreieck Binzmühle-/Fries-/Schaffhauserstrasse wieder renaturiert», teilt das Tiefbauamt der Stadt Zürich auf der Informationstafel vor Ort mit. «Die neu gestaltete Platzfläche steht den Passanten als direkte Querungsmöglichkeit und für Kurzaufenthalte zur Verfügung. Bänke, Bäume und ein Trinkbrunnen laden zum Verweilen ein.» Die Arbeiten haben bereits begonnen. Sie dauern bis Mai 2018.

Schlechte Anbindung an Bahnhof
Die Erstellung eines kleinen Parks hinter dem Bahnhof Oerlikon und dem im Bau befindlichen Andreas Tower wird von den gefragten Passanten positiv beurteilt. Der Ort lade zurzeit nicht zum Verweilen ein, im Gegenteil, man wolle ihn so schnell wie möglich wieder verlassen. Eine lärmige Verkehrsinsel werde er aber trotzdem bleiben, weshalb er sich nur für Kurzaufenthalte eigne.

Allerdings bringt der kleine Park keine Verbesserung für die Umsteiger von Tram und Bus auf die Bahn. Diese müssen nämlich immer noch die stark befahrene Schaffhauserstrasse queren. Und viele Passanten und Passantinnen laufen auf direktem Weg neben dem Fussgängerstreifen über die Strasse Richtung Bahnhof, da die Fussgängerinsel bei Gedränge zu schmal ist und sie es eilig haben («Zürich Nord» berichtete).

Gemeinderäte der Fraktionen von SP, GLP und AL hatten die sofortige Projektierung und Umsetzung der sogenannten Bauetappe 3b, das heisst die direkte Anbindung der Tramhaltestellen an den Bahnhof Oerlikon, gefordert. Dies sei Teil des Projekts Bahnhof Oerlikon, dem die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger klar zustimmten. Der Stadtrat lehnte die Forderung der Gemeinderäte allerdings ab. Er sieht «keine zwingende Abhängigkeit vom Ausbau des Bahnhofs». Die Anbindung an den Bahnhof Oerlikon soll in rund zehn bis fünfzehn Jahren geprüft werden, so der Stadtrat.

«Das Pärkli ist eine Verschleuderung von Steuergeldern. Die Stadt soll aufhören, teure Provisorien zu bauen, sondern endlich die attraktiven Umsteigemöglichkeiten im öV und sichere Wege für Zufussgehende und Velofahrende schaffen, Und das Chaos von öV und motorisiertem Individualverkehr aufräumen. Die Stadt hat dazu den klaren Auftrag des Volks und das nötige Budget», macht Hans Jörg Käppeli, Gemeinderat SP, seinem Ärger Luft.



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