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19.10.2017 Von: Annina Just

Küsnachter, Küsnachter Amtlich

Gemeinderatswahlen: Fritschi will keine fünfte Legislatur


Gemeinderat Gerhard Fritschi. Foto: zvg.

Nach 16 Jahren ist auch für Gerhard Fritschi (SP) Schluss: Der 74-jährige Gemeinderat stellt sich bei den Erneuerungswahlen nicht mehr zur Verfügung.

Eine erneute Wahl in den Gemeinderat hätte für Gerhard Fritschi bereits die fünfte Legislatur in Küsnacht und die sechste insgesamt bedeutet – der Anglist und Historiker war vor seinem Umzug nach Küsnacht bereits vier Jahre lang Mitglied des Hinwiler Gemeinderats. Mit 74 Jahren ist er also nicht nur der Älteste, sondern auch der Amtserfahrenste im Gremium. «Als Methusalix des Gemeinderats bedarf es keiner weiteren Begründung für einen Verzicht auf eine weitere Kandidatur», meint er auf Anfrage.

SP-Sitz in Gefahr
Gerhard Fritschi stand 15 Jahre lang dem Ressort Gesellschaft vor. Dieses «lag und liegt mir am Herzen», so der SP-Politiker. Zum einen wegen der Vielfalt der Aufgaben, zum anderen «weil es eine Handvoll von uns betreuter, sehr verletzlicher Personen in Küsnacht gibt, für die es enorm wichtig ist, verlässliche und beständige Bezugspersonen zu haben». Die Verwaltung und Sozialbehörde hätten diese Aufgaben stets verantwortungsbewusst und differenziert wahrgenommen, betont er. All dies werde ihm sehr fehlen. Ebenso der fast freundschaftliche Umgang unter den Ratsmitgliedern. Mit Fritschis Verzicht auf eine erneute Kandidatur steht der einzige SP-Sitz im Gemeinderat infrage. Heidi Häfeli, Co-Präsidentin der SP Küsnacht, bedauert die Entscheidung Fritschis und erklärt, dass die Partei bemüht sei, eine Person zu suchen, die für die SP antreten will. Bis anhin habe man diese aber noch nicht gefunden. Dass es einen parteiinternen Nachfolger braucht, ist auch für Fritschi klar: «Ich halte es für notwendig, dass die Linke (mit einem Wähleranteil von zirka 20 Prozent) mit mindestens einem Sitz im Gemeinderat und auch in den anderen Behörden vertreten ist.» Er hoffe daher auf gute SPKandidaturen.
Neben Fritschi haben bereits die Gemeinderäte Noldi Reithaar (SVP) und Ursula Gut Leemann (FDP) angekündigt, nicht zu den Erneuerungswahlen anzutreten. Martin Schneider (SVP) hält sich noch bedeckt. Ihren Sitz verteidigen wollen Gemeindepräsident Markus Ernst, Martin Wyss (beide FDP), Susanna Schubiger (GLP) Ueli Schlumpf (SVP) und Walter Matti (parteilos).



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