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25.10.2017 Von: Pia Meier

Zürich Nord

Für einen belebten Platz braucht es mehr als Bänke


Der Marktplatz Oerlikon ist fast zu jeder Tageszeit belebt. Foto: pm.

Der Marktplatz in Oerlikon ist fast zu jeder Tageszeit belebt. Auf dem Max-Bill-Platz hingegen halten sich viel weniger Menschen auf. Anlässlich einer Führung zum Thema «Platz da» gingen die Sozialen Dienste der Stadt Zürich und Gastreferenten auf die Gründe ein.

An schönen Tagen wie am vergangenen Samstag halten sich zahlreiche Menschen auf dem Marktplatz in Oerlikon auf. Kinder vergnügen sich auf dem Spielplatz, Erwachsene spielen Schach, andere sitzen auf Bänken und plaudern oder schauen den Schachspielern zu, und einige gehen gemütlich über den Platz oder sitzen im Gartenrestaurant. Der Marktplatz Oerlikon ist ein Glücksfall. Anita Ulrich, Historikerin und Vorstandsmitglied des Ortsgeschichtlichen Vereins Oerlikon, erläuterte den Teilnehmenden der Führung «Platz da» die Entstehung des Marktplatzes. Begünstigt wurde die Entwicklung von Oerlikon durch eine umsichtige Quartierplanung, unter anderem durch den Bebauungsplan von 1898 von Gemeindeingenieur Johann Matthäus Scheifele und die Teilnahme am städtebaulichen Ideenwettbewerb Gross-Zürich (1914–18). Daraus resultierte 1924 die Gestaltung des Zentrums Marktplatz. Sein Vorteil neben einer gewissen Grösse ist, dass er umgeben ist von unterschiedlichen Gebäuden aus unterschiedlichen Zeiten mit unterschiedlichen Bedürfnissen, die den Platz abgrenzen. Wichtig ist die Erdgeschossnutzung. Dank dieser ist der Platz belebt und ein Treffpunkt. Zudem fühlt man sich auf dem Platz sicher, weil der Verkehr ringsherum zirkuliert. Auch ist der Marktplatz ein Treffpunkt für alle Generationen. Es gibt Sitzgelegenheiten, einen Brunnen, eine angenehme Beleuchtung, Bäume, die Schatten spenden, Toiletten und vieles mehr. Doch nicht jeder Platz kann und soll ein Marktplatz sein. Auch andere Plätze sind belebt.

Max-Bill-Platz lebt noch nicht
Anders sieht es beim Max-Bill-Platz auf der anderen Seite des Bahnhofs Oerlikon aus. Dieser von Privaten errichtete Platz besteht seit 2006. Gemäss Beschreibung der Stadt ist er ein zentraler Begegnungsort und Erholungsraum im neu entstandenen Quartier. Der Platz fällt durch sein eigenwilliges geometrisches Muster und die im Kontrast dazu locker verteilten Föhren auf. Durch die benachbarten Geschäfte, Restaurants und das Hotel sowie das Engagement der IG Max-Bill-Platz ist er zum öffentlichen Zentrum des neuen Stadtteils geworden. Einziges Problem ist, dass er nicht wirklich so lebt, wie man erwarten könnte. Dies, obwohl die Leute im Sommer gerne draussen vor den Restaurants sitzen und etwas konsumieren. Viele Leute gehen über den Platz auf dem Weg zu einem anderen Ort. Zurzeit läuft ein Projekt, wie der Max-Bill-Platz mehr belebt werden kann. Die Quartierkoordination Zürich ist involviert, aber auch die IG Max-Bill-Platz. Die Resultate sind noch ausstehend. Vermisst werden aber unter anderem Bänke mit Lehnen.

Durchgang für mehr Leute
Zwischen Marktplatz und Max-Bill-Platz ist die Quartierverbindung unter den Gleisen des Bahnhofs Oerlikon. Dort erläuterte Pia Anttila vom Amt für Städtebau der Stadt Zürich den Neubau des Bahnhofs Oerlikon mit der Durchmesserlinie. Anwesende kritisierten, dass die Quartierverbindung ihren Zweck nicht erfüllt. Andere meinten, dass dank dem Ausbau mehr Leute auf die andere Seite gehen würden und das Gedränge kleiner sei. Ein weiterer Kritikpunkt waren die fehlenden Rolltreppen. Immerhin hätte es bei den Zugängen zur Quartierverbindung und zur Personenunterführung Mitte genügend Platz dafür gehabt.

Ebenfalls belebt ist der MFO-Park. Vor allem bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist er sehr beliebt. Das führt allerdings zu Lärmemissionen und Klagen der Nachbarn. Verschiedene Versuche, den Lärm einzudämmen, haben nur beschränkt etwas gebracht. Auch der Oerliker Park ist an schönen Tagen belebt. Eines der Highlights sind die Performance-Tage, wie Kuratorin Maricruz Penaloza erläuterte.



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