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25.10.2017 Von: Ursula Litmanowitsch

Zürich Nord

«Glamour darf nicht zur Hauptsache werden»


Evelyne Fenner stammt aus Wien und ist ausgebildete Marketingplanerin. 1994 hat sie «Kunst Zürich» in der ABB-Halle gegründet. Foto: zvg.

Evelyne Fenner steht als Gründerin und Messeleiterin der «Kunst 17 Zürich» vor, die zum 23. Mal in der ABB-Eventhalle 550 stattfindet.

Die «Kunst Zürich» gibt es schon über 20 Jahre – was ist ihr Erfolgsgeheimnis?
Es gibt sicher mehr als eines. Die «Kunst Zürich» ist bei den Ausstellern und den Gästen sehr beliebt. Ein Grund dafür ist ihre Überschaubarkeit, der Austragungsort in den wunderschönen, urbanen ABB-Hallen, die gute Mischung aus arrivierten Galerien und solchen, die auf dem Weg dazu sind.

Wodurch unterscheidet sich die «Kunst Zürich» im Wesentlichen von der «Art Basel»?
Schon allein durch die Grösse. An der «Kunst Zürich» kann man sich sehr gut orientieren, auch wenn man noch kein Kunstkenner und Sammler ist. Auch findet man an der «Kunst Zürich» eher noch unbekannte Namen und bezahlbare Preise. Das Verhältnis ist umgekehrt. In Basel fast nur grosse Namen und hohe Preise– in Zürich auch, aber neben Neuentdeckungen und bezahlbaren Preisen.

Wie viel Glamour braucht eine Kunstmesse überhaupt?
Glamour schadet nicht, darf aber nicht zur Hauptsache werden!

Wie erfolgreich ist eine Kunstmesse in der lokalen Liga?
Lokale Liga gibt es heute gar nicht mehr. Die meisten Galerien vertreten internationale Künstler, und um die Kunst geht es ja.

Kunstmessen gibts fast inflationär. Für wen ist die «Kunst Zürich» gedacht? Wen will man ansprechen?
Sammler, Kuratoren, Kunstschaffende genau so wie Nachwuchs! Nachwuchs meint Künstlerinnen und Künstler, Galerien, Sammler und Kunstschaffende. Alle Generationen im Fokus der Kunst.

Finden auch die «Big Deals» an der «Kunst Zürich» statt? Oder ist sie eher eine Nischenveranstaltung, ja ein Geheimtipp für das «mittlere Portemonnaie»?
Sowohl als auch!

Nach welchen Kriterien werden die Ausstellenden ausgewählt?
Nach der Qualität. Der Qualität der durch sie vertretenen Künstlerinnen und Künstler genau so wie nach der ihrer Arbeit als Galerie, also regelmässige Ausstellungen, Förderung junger Generationen und vieles mehr.

Wie steht es mit dem Support durch die Stadt und Tourismus Zürich monetär und ideell aus?
Findet beides auch nach 23 Jahren noch nicht statt!

Was war Ihre eindrücklichste Rückmeldung, seit Sie der «Kunst Zürich» als Messeleiterin vorstehen?
Ich erlebe jedes Jahr eindrückliche Rückmeldungen, und nicht zuletzt diese geben die nötige Kraft, die «Kunst Zürich» den laufenden Ansprüchen eines stetig wechselnden Kunstmarktes entsprechend zu leiten.

Welche Art von Kunst sammeln Sie persönlich? Werden Sie an der Kunst Zürich fündig?
Ich liebe Fotografie, Zeichnungen und sehr vieles mehr. Und: Ja, ich werde regelmässig an der Kunst Zürich fündig.


«Kunst 17 Zürich»

An ihrer 23. Ausgabe vom 26. bis 29. Oktober präsentiert die «Kunst Zürich» über 50 Galerien. Seit ihrer Lancierung vor über 20 Jahren hat sich die «Kunst Zürich» die Förderung von neuen Galerien und noch unbekannten Künstlern zur Aufgabe gemacht. Inzwischen zur führenden Messe für Gegenwartskunst avanciert, steht bei ihr nach wie vor das Entdecken von neuen Namen im Vordergrund. Ein Highlight der «Kunst 17» ist das Projekt «Statement Schweizer Kunst». Abgerundet wird das Programm der durch eine Reihe von Podiumsdiskussionen. Öffnungszeiten: Donnerstag, 26. Oktober, 16 bis 22 Uhr, Freitag, 27. Oktober, 12 bis 21 Uhr, Samstag, 28. Oktober/Sonntag 29. Oktober, 11 bis 19 Uhr. ABB-Halle 550, Ricarda-Huch-Strasse.



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