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01.11.2017 Von: Karin Steiner

Zürich Nord

Baustart für das neue EWZ-Unterwerk Hönggerberg


Gute Laune beim Spatenstich auf dem Hönggerberg: Benedikt Loepfe, Leiter EWZ-Verteilnetze, Stadtrat Andres Türler, Vera Kontos von Illiz Architektur und Gesamtprojektleiter Rolf Studer (v. l.). Foto: kst.

Letzte Woche fand der Spatenstich für den Neubau des Unterwerks Hönggerberg statt. Dieser wird ergänzend zum bestehenden 50-jährigen Unterwerk gebaut und stellt die Grobverteilung der Energie in die Quartiere Höngg und Affoltern sicher.

Unterwerke sind wichtige Knotenpunkte in der Stadt Zürich. Sie transformieren die Energie von der Hochspannungs- (150 Kilovolt) auf die Mittelspannungsebene (22 Kilovolt) und verteilen den Strom über Trafostationen in die Haushalte. 15 davon gibt es in der Stadt Zürich. Alle drei Jahre investiert EWZ in die Instandhaltung der Stromversorgung und hat nach und nach die 15 Unterwerke ausgebaut oder ersetzt und auf den neusten Stand gebracht. Das bestehende Unterwerk Hönggerberg wurde 1966 in Betrieb genommen. Seitdem wird ein Grossteil der Haushalte in Höngg und Affoltern sowie die ETH von hier aus mit Energie versorgt. Über 91 Kilometer Mittelspannungskabel erreicht der Strom vom Hönggerberg aus rund 25 000 Kundinnen und Kunden.

Umstellung auf 22 Kilovolt
«Seit 1972 wird die Mittelspannung in der ganzen Stadt nach und nach von 11 auf 22 Kilovolt umgestellt», erklärte Stadtrat Andres Türler im Rahmen des Spatenstichs. Damit werde der stetig wachsenden Stadt Rechnung getragen und die Versorgungssicherheit gewährleistet.

Der 23,5 Millionen Franken teure Neubau, der Anfang 2020 in Betrieb genommen werden soll, entsteht zwischen dem Wald und dem bestehenden Unterwerk. Er ist als zweistöckiger monolithischer Baukörper geplant, der sich optisch dank moosbewachsener Fassade in die Umgebung einpassen soll. Die gesamten Kabelanlagen, die den Strom an die Trafostationen befördern, werden ins Untergeschoss des Neubaus verlegt. Zudem wird ein komplett neues Trafofeld aufgebaut. «Die bisherigen beiden Transformatoren bleiben bestehen, aber einer von ihnen wird abgeschaltet und kommt nur noch im Notfall zum Einsatz», sagte Gesamtprojektleiter Rolf Studer. Was mit den leer gewordenen Räumlichkeiten im alten Unterwerk-Gebäude geschieht, steht noch nicht fest. «Wir ziehen die nächsten Generationen in unsere Planungen mit ein», so Studer. «Wenn die neuen Transformatoren und Schaltanlagen wieder ersetzt werden müssen, kann man das alte Gebäude dazu nutzen. So ist ein laufender Betrieb immer möglich.»

Umweltfreundliches Isoliergas
Zur Isolation der Schaltanlage wird anstelle des üblicherweise eingesetzten Isoliergases SF6 ein klimafreundliches Gas mit ähnlichen Eigenschaften verwendet. Es hat sich im neuen Unterwerk Oerlikon bereits bestens bewährt. Mit diesem neuen Gas können die C02-Emissionen über den gesamten Lebenszyklus um bis zu 50 Prozent und das Treibhauspotenzial um fast 100 Prozent reduziert werden.



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