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01.11.2017 Von: Sabrina von Elten

Züriberg

Ein Fest rund ums einheimische Obst


Gigantische Auswahl am Obstsortenmarkt im Botanischen Garten: Mehr als fünfzig verschiedene Apfelsorten lagen zum Probieren bereit. Eine Liste half bei der Auswahl. Foto: Sabrina von Elten

Zahlreiche kleine und grosse Besucher strömten am vergangenen Samstag zum Obstsortenmarkt in den Botanischen Garten der Universität und zum Mostfest auf die Wynegg, einer ländlichen Oase inmitten der Stadt.

18 Informations- und Verkaufsstände lockten am Samstag bei schönem Oktoberwetter in den Botanischen Garten. Unter den roten Segeltuchdächern boten einheimische Obstproduzenten ihre Erzeugnisse an.
Überall gab es die Gelegenheit, zu probieren und Gespräche zu führen. Apfelduft lag in der Luft am grossen Obststand. Hier packte der Gartenleiter des Botanischen Gartens und Initiator des Obstsortenmarkts, Peter Enz, kräftig mit an, um aus den mehr als 50 verfügbaren Apfelsorten in den grossen Holzkisten den Kunden die gewünschten Mengen abzupacken.

«Kein gutes Erntejahr»
Peter Enz ist im Vorstand von Fructus, einem Verein, der sich für die Sortenvielfalt des einheimischen Obsts und die alten Obstsorten einsetzt. «Alte Obstsorten kann man erhalten, indem man versucht, die Nachfrage nach gutem Obst, nach kulinarisch wertvollen Sorten zu fördern und indem die Produzenten einen angemessenen Preis für ihr Obst erzielen », erklärte Enz. Beim Informationsstand von Fructus konnte man nicht nur die verschiedenen Apfelsorten begutachten und ausserdem bestaunen, wie viele verschiedene Walnusssorten existieren, sondern auch seine eigenen mitgebrachten Obstsorten bestimmen lassen.
Es war an diesem Samstag wenig davon zu spüren, dass das diesjährige Jahr kein gutes Erntejahr für Äpfel und insbesondere Quitten und Birnen aufgrund des plötzlichen Frosteinbruchs von Ende April war. Die Erwähnung eines Kunden: «Es ist nicht das beste Jahr», kommentierte Thomas Oeler aus St. Gallen an seinem Dörrobststand mit pragmatischem Humor: «Es kann nicht jedes Jahr das Beste sein.» Die köstlichen, im Holzofen gedörrten Birnen zogen zahlreiche Käufer an.
Aus dem Thurgau war Felix Pfister mit seiner Familie vom Seehaldenhof Gerber angereist. 250 Hochstämme kultiviert die Familie. In der 150 Jahre alten Originalschnapsbrennerei mit Direktbefeuerung produziert er ca. 150 Liter Schnaps verschiedener Obstsorten. Neben Hochprozentigem gab es aber auch Apfelschaumweine, Most, Säfte, Essig, Chutneys, Marmeladen, Honig, Birnenbrot und vieles mehr zu erwerben.
Für Süsses sorgten die Confisserien Freytag und Honold. Aus Graubünden hatte Irma Cavegn ihre Spezialitäten mitgebracht, darunter natürlich auch die traditionelle Bündner Nusstorte und die Raviuls (mit Dörrbirnen gefüllte Ravioli). Vom Botanischen Garten aus führte ein gut ausgeschilderter Fussweg durch die Wiesen entlang der Tiergehege mit Schafen, Schweinen, Pferden und Hasen hinauf zum Quartierbauernhof Wynegg.

Mostfest als Quartierfest
Bei einem Naturschutz-Quiz konnte man sein botanisches Wissen vertiefen, und für die Kinder gab es auf dem weitläufigen Gelände viele Animationen, wie das grosse Hüpfkissen, das Kinderschminken, Büchsenwerfen, Schwingen auf Sägemehl und Malen. Verweilen und stärken für so viele Aktivitäten konnte man sich bei bester Stimmung unter den alten Bäumen des Hofs an langen Bänken, musikalisch begleitet von der Gruppe Blue Boulevard. Neben Kürbissuppe, Steinpilzrisotto und Gschwellti gab es ein grosses Kuchenbuffet, und getrunken wurde viel frischer und köstlicher Most.



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