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01.11.2017 Von: Pia Meier

Zürich Nord

Proteste gegen Schliessung der Ticketerias


Die Ticketeria in der Post am Schwamendingerplatz wird geschlossen. Foto: pm.

Der ZVV schliesst die Ticketerias am Schwamendingerplatz und Goldbrunnenplatz in Wiedikon per Ende 2018 ersatzlos. Er will auf Zentren an «wichtigen Stand-orten» reduzieren. Für die Quartiere sei dies ein grosser Verlust, so die beiden Quartiervereine.

Obwohl der Zürcher Verkehrsverbund über keine Frequenzzahlen der vergangenen Jahre bei den Ticketerias am Schwamendingerplatz und am Goldbrunnenplatz verfügt, will er diese ersatzlos schliessen. Er teilte dies den Quartiervereinen auch nicht vorgängig mit. Umso grösser ist deren Ärger. «Ich finde das für das Quartier falsch und einen grossen Verlust. Wir haben viele ältere Leute im Quartier, die auf die Dienstleistung einer Ticketeria angewiesen sind. Diese wird auch rege benutzt in den Räumen der Post Schwamendingen», hält Maya Burri, Präsidentin Quartierverein Schwamendingen, fest. Und weiter: «Ausserdem ist es ein Widerspruch, den öV fördern zu wollen und gleichzeitig die notwendige Infrastruktur zu reduzieren. Ein allfälliges weiteres Vorgehen werden wir im Vorstand diskutieren.» Urs Rauber, Präsident Quartierverein Wiedikon, sieht dies ähnlich. «Wenn die Passagierzahlen in Trams und Bussen zunehmen, scheint es nicht zielführend, Serviceleistungen abzubauen. Logisch wäre das Gegenteil.» Die Selbstbedienung an Automaten werde stets komplizierter und für ältere Menschen eine Herausforderung.

Service- und Beratungszentren
Der Zürcher Verkehrsverbund ZVV begründet die geplante Schliessung wie folgt: «Vier von fünf Tickets kaufen sich die Fahrgäste heutzutage in Selbstbedienung, entweder am Automaten oder immer mehr auch über digitale Kanäle wie Ticket-Apps oder Websites.» Im vergangenen Jahr seien erstmals mehr Tickets über digitale Kanäle verkauft worden als am Schalter. «Ein Wendepunkt», hält der ZVV fest. Aufgrund dieses veränderten Kaufverhaltens der Fahrgäste überprüfe der ZVV im Rahmen seiner Vertriebsstrategie regelmässig das bestehende  Verkaufsstellennetz. Die Strategie sehe die Ablösung des heutigen  Verkaufsstellennetzes durch Service- und Beratungszentren vor, die an strategisch wichtigen Standorten liegen und eine gute Grundversorgung mit persönlich bedienter Marktpräsenz vor Ort garantieren.» Solche Zentren wie zum Beispiel der ZVV-Contact am HB sollen im Verbundgebiet ausgewogen verteilt sein. Durchschnittlich mindestens 90 Prozent der Bevölkerung sollen diese innert 20 Minuten erreichen können.



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